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Italiens Airline hofft auf Rettung: Air France prüft Fusion mit Alitalia

Seit mehr als zehn Jahren schreibt Alitalia rote Zahlen, nun könnte die angeschlagene Airline sich in die Arme von Air France retten. Vor kurzem entging die Fluggesellschaft der Pleite nur dank einer Kapitalerhöhung unter Führung der Regierung in Rom.

Der Chef der Fluggesellschaft Air France-KLM hat sich für eine Fusion mit der angeschlagenen Alitalia unter bestimmten Bedingungen offengezeigt. Die italienische Airline würde in einem gemeinsamen Konzern ihre verdiente Rolle erhalten, sagte Alexandre de Juniac am Donnerstag dem Fernsehsender LCI. Es müsse bei Alitalia aber eine gründliche Sanierung geben. "Wir können es uns nicht leisten, Geld gedankenlos auszugeben."

Air France ist bereits zu einem Viertel an Alitalia beteiligt, das in der vergangenen Woche unter Führung der italienischen Regierung mit einer Kapitalerhöhung vor dem Konkurs gerettet wurde. Experten sehen die Aktion aber als kurzfristige Maßnahme, um Zeit für Verhandlungen mit Air France zu gewinnen. Eine Fusion der beiden Airlines ist schon länger im Gespräch. 2008 verhinderte jedoch Italiens damaliger Ministerpräsident Berlusconi ein Zusammengehen von Alitalia und Air France.

Bei einer Fusion könnte die französische Gesellschaft im Verwaltungsapparat sparen und Stellen abbauen. Dies dürfte aber auf den Widerstand von Gewerkschaftern und der Regierung in Rom stoßen. Alitalia schrieb das letzte Mal im Jahr 2002 Gewinne. Alitalia braucht dringend frisches Geld und steht kurz vor dem Aus. Die Airline ächzt unter einem Schuldenberg und fliegt täglich fast 700.000 Euro Verlust ein. Der Ölkonzern Eni hatte hatte kürzlich sogar mit dem Stopp der Kerosinlieferungen gedroht.

Quelle: n-tv.de

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