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25 Airbus A350 sind Teil der Bestellung der US-Airline Delta.
25 Airbus A350 sind Teil der Bestellung der US-Airline Delta.(Foto: REUTERS)

Delta Airlines legt Bestellung vor: Airbus schnappt Boeing Großauftrag weg

Für Boeing ist die Entscheidung der US-Airline Delta ein harter Schlag: Die Fluglinie bestellt 50 Flieger beim europäischen Konkurrenten Airbus. Auch wenn es satte Rabatte geben wird - der Auftrag spült Milliarden in die Kassen.

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat einen Auftrag von Delta Air Lines über 50 Großraumflugzeuge erhalten. Die drittgrößte US-Gesellschaft bestelle 25 Langstreckenmaschinen des Typs A350-900 und 25 Maschinen des Typs A330-900neo, sagte eine mit der Vereinbarung vertraute Person. Für Airbus markiert der Deal einen wichtigen Sieg im Wettstreit mit dem US-Rivalen Boeing um den Verkauf von Verkehrsflugzeugen für die Langstrecke. Delta hat bereits von Airbus 11 A330-200 und 21 A330-300 in Betrieb.

Der Auftrag hat nach Listenpreisen einen Wert von rund 14,3 Milliarden US-Dollar. Üblicherweise erhalten die Airlines von den Herstellern aber saftige Rabatte.

Der Deal dürfte die Nachfrage nach dem A330-900neo kräftig anschieben. Die ersten Bestellungen für die neue Version des Airbus A330 mit einer neuen Generation von Triebwerken von Rolls Royce waren im Juli eingegangen. Der A330 ist bei Airbus schon seit 1994 im Einsatz und ein wichtiger Gewinnbringer. Die Neuversion verspricht gegenüber dem aktuellen A330 eine Reduzierung des Treibstoffverbrauchs um bis zu 14 Prozent.

Entscheidung "sorgfältig" abgewogen

Delta hatte im April eine heftig umstrittene Verkaufskampagne mit der Ankündigung ausgelöst, sie suche 50 Langstreckenmaschinen, um ihre alternde Flotte aus den Boeing-Modellen 767-300 und 747-400 zu ersetzen. In dem Wettstreit traten der A350 und der A330 gegen die Boeing 777 und den Dreamliner 787 an.

Die Fluggesellschaft aus Atlanta hat noch Aufträge für 18 Boeing 787 in den Büchern, die die inzwischen mit Delta fusionierte Northwest Airlines 2005 gekauft hatte. Diese Kaufvereinbarung wurde aber auf 2020 verschoben, nachdem Verzögerungen dem Programm zu schaffen machten.

Im Oktober hatten Delta-Manager erklärt, sie arbeiteten noch sorgfältig an der Beurteilung der Optionen von Boeing und Airbus und der Auswahl der Triebwerke von General Electric oder Rolls-Royce. Eine Delta-Sprecherin sagte, das Unternehmen habe im dem Zusammenhang nichts anzukündigen.

Quelle: n-tv.de

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