Wirtschaft
Groß, größer, A380: Malaysia Airlines ist eine der Fluglinien, bei der die Riesenvögel im Einsatz sind. Foto: Andy Rain
Groß, größer, A380: Malaysia Airlines ist eine der Fluglinien, bei der die Riesenvögel im Einsatz sind. Foto: Andy Rain

Prestigeflieger mit Macken: Airbus spart beim A380

Airbus ist stolz auf den A380. Die Verkaufszahlen 2012 stimmen. Allerdings hapert es wohl bei den Neubestellungen, zu viele Pannen kratzen am Image. Damit ab 2015 Gewinne mit dem A380 eingeflogen werden können, tritt der Flugzeugbauer auf die Kostenbremse.

Die Tochter des europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS, Airbus, will bei ihrem Flaggschiff A380 auf die Kostenbremse treten, um die Gewinnziele für den Riesenflieger zu erreichen. Ab 2015 will der Konzern mit dem weltgrößten Passagierflugzeug Geld verdienen, wie aus einer Präsentation von Airbus-Chef Fabrice Brégier für ein Investorentreffen hervorgeht. Zugleich hält der Manager an dem Ziel fest, bis zum Jahresende insgesamt 30 A380 an Kunden ausgeliefert zu haben.

Das kaum mehr zu erreichende Ziel von 30 Neubestellungen für das Flugzeug ist in der Vorlage nicht erwähnt. Die Flügelprobleme der A380 sollen demnach bis Januar gelöst sein. Sie sind der Grund für das Imageproblem des Riesenfliegers, aber nicht der einzige: Bereits im November 2010 musste ein Pilot der australischen Fluggesellschaft Qantas einen A380 bei einem spektakulären Vorfall in Singapur notlanden, nachdem ein Triebwerk explodiert war. Die Fluggesellschaft ließ daraufhin vorübergehend ihre gesamte A380-Flotte am Boden. Eine Untersuchung ergab, dass die Ursache ein Produktionsfehler bei den Triebwerken des Herstellers Rolls-Royce war.

Zahlreiche Fluggesellschaften, darunter auch Lufthansa, haben das Langstreckenflugzeug der EADS-Tochter Airbus im Einsatz. Zuletzt hatte die Lufthansa ein Problem mit kontaminierter Kabinenluft in ihren Airbus A380 eingeräumt. Deshalb seien mehrmals Triebwerke gewechselt worden.

Gleichzeitig traten bei mehreren A380-Maschinen Haarrisse an den Tragflächen auf. Airbus verwies auf neue Materialien und Produktionsschritte, um den Riesenjet leichter zu machen. Durch das niedrigere Gewicht soll Treibstoff eingespart werden - ein wichtiges Verkaufsargument in Zeiten steigender Kerosinpreise.

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Quelle: n-tv.de

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