Wirtschaft

Hohe Schulden erdrücken: American Airlines ist pleite

Der Fluglinie American Airlines geht das Geld aus. Hohe Treibstoffpreise und chronische Verluste treiben die drittgrößte US-Airline in die Insolvenz. Ein neuer Konzernchef soll nun die Kosten senken. Die Kunden sollen davon nichts merken, der Flugbetrieb soll normal weiterlaufen.

(Foto: REUTERS)

Die drittgrößte US-Fluggesellschaft American Airlines hat nach hohen Verlusten Insolvenz angemeldet. Der Mutterkonzern AMR und mehrere Tochterfirmen beantragten Gläubigerschutz nach Kapitel elf des US-Insolvenzrechts.

Diese geordnete Form der Insolvenz schützt Unternehmen sehr weitgehend vor ihren Gläubigern. Das sichert den Weiterbetrieb der Geschäfte, bis eine Lösung für die Restrukturierung der Verbindlichkeiten gefunden ist. American Airlines will in der Insolvenz nun die Kosten vor allem für die Mitarbeiter nachhaltig senken und den Konzern umzubauen, erklärte AMR. Der Flugbetrieb soll normal weiterlaufen.

Der Mutterkonzern betonte, mit flüssigen Mitteln von 4,1 Mrd. US-Dollar sei genug Geld dan, um Lieferanten und Geschäftspartner wöhrend des Gläubigerschutzverfahrens zu bezahlen. Zuletzt hatte die Airline insbesondere unter den hohen Treibstoffpreisen gelitten und deshalb im dritten Quartal Verluste geschrieben. American Airlines plagt sich seit langem mit hohen Verlusten. Zudem liegt American Airlines mit den Mitarbeitern über deren Bezahlung im Clinch.

Horton übernimmt

Ein neuer Mann an der Spitze soll nun das Ruder herumreißen: Thomas Horton folgt Gerard Arpey nach. "Das ist ein schwieriges Geschäft", räumte der frisch gekürte Firmenchef ein.

Noch ist unklar, welche langfristigen Auswirkungen die Insolvenz haben wird. American Airlines ist Teil des Luftfahrtbündnisses Oneworld, dem die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin 2012 beitreten will. Zudem hatte American Airlines erst vor einigen Monaten einen gigantischen Auftrag für neue Flugzeuge an Airbus und Boeing vergeben.

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Quelle: n-tv.de

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