Wirtschaft
Ein neues Status-Symbol am Handgelenk: Wie lange hält die "Watch" von Apple?
Ein neues Status-Symbol am Handgelenk: Wie lange hält die "Watch" von Apple?(Foto: REUTERS)

Schrott im Gehäuse?: Apple bangt um die Apple Watch

Peinliche Probleme plagen den Kultkonzern aus Kalifornien: Bei der Markteinführung des neuen Prestigeprodukts gibt es angeblich Qualitätsprobleme bei einem Zulieferer. Die Apple Watch könnte Kunden sehr viel später erreichen als geplant.

Die Auslieferung der neuen Computer-Uhr des US-Technologiekonzerns Apple könnte sich einem Medienbericht zufolge wegen eines defekten Bauteils verzögern. Einige von einem chinesischen Zulieferer für die Apple Watch produzierten Module seien bereits nach kurzer Zeit ausgefallen, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Apple müsse nun kurzfristig auf einen japanischen Produzenten zurückgreifen, um das Problem mit den defektanfälligen Bauteilen so schnell wie möglich zu lösen. Dies könne zu Verzögerungen bei der Lieferung an Kunden führen, hieß es.

Der Konzern wollte sich zu dem Bericht zunächst nicht äußern. Sollten sich die Gerüchte bewahrheiten, droht Apple bei einer der wichtigsten Produkteinführungen der vergangenen Jahre ein womöglich folgenschweres Image-Debakel. Zuletzt war bereits von Problemen bei der Sensortechnik die Rede. Die neue Multifunktionsuhr gerät offenbar bei der Pulsmessung durch Tätowierungen an Handgelenk oder Unterarm durcheinander.

Für Apple geht es um mehr als nur um den guten Ruf: Das neue Produkt gilt als Hoffnungsträger und als wichtige Ergänzung in der Produktpalette von Apple. Die Kalifornier sehen sich am Aktienmarkt mit hoch gesteckten Erwartungen konfrontiert. Nach Mac, iPod, iPhone und iPad erwarten Analysten und Anleger von Apple nichts weniger als das "nächste große Ding", also eine Neuheit, die durch weltweite Verkaufserfolge die außergewöhnlich hohen Kurssteigerungen der Apple-Aktie nachträglich rechtfertigen könnte.

Seit 24. April im Handel

Der iPhone-Hersteller hat bislang keinerlei konkreten Zahlen oder Prognosen zu der neuen Computer-Uhr vorgelegt. Apple hatte den Start seines ersten völlig neuen Geräts seit fünf Jahren ungewöhnlich leise eingeleitet. Nur in einigen wenigen Luxusgeschäften rund um den Globus sind seit vergangenem Freitag iWatches zu haben.

Experten trauen Apple zu, mit dem Produkt den Markt für tragbare Geräte - sogenannte Wearables - kräftig aufzumischen. In diesem Segment, mit dem Analysten große Umsatzerwartungen verbinden, bemühen sich auch mächtige Rivalen wie etwa Samsung, Sony und LG mit eigenen "Smartwatches" um einen erfolgreichen Markteintritt.

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Quelle: n-tv.de

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