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Anleger und Analysten überrascht: Apple lässt die Marge krachen

Eine Bruttomarge von 38 Prozent sagt eigentlich alles. Bei Apple müssen aber weitere Superlative her, damit Aktionäre und Analysten zufrieden sind. Im abgelaufenen Quartal ist das der Fall.

Apple hat Gewinn und Umsatz einmal mehr kräftig gesteigert und die Erwartungen übertroffen. Ein wichtiger Grund für den Gewinnsprung waren die starken Verkaufszahlen der neuen iPhone-Modelle zum Ende des vierten Geschäftsquartals. Damit konnte Apple die schwächelnden iPad-Absätze ausgleichen. Die Aktie legte nachbörslich in einer ersten Reaktion auf die Zahlen leicht zu.

Der Konzern verkaufte eigenen Angaben zufolge rund 39,3 Millionen iPhones. Ein Jahr zuvor konnte der Konzern noch 33,8 Millionen iPhones absetzen. Analysten hatten mit einer Steigerung auf 37,8 Millionen Einheiten im Vergleich zum Vorjahr gerechnet.

Das iPhone 6 und das größere iPhone 6 Plus kamen zwar erst am 19. September und somit kurz vor Quartalsschluss am 27. September auf den Markt. Sie sorgten jedoch gleich für einen Schub bei den Verkäufen: Allein am ersten Verkaufswochenende gingen mehr als 10 Millionen Stück über die Ladentheken.

Überzeugende Zahlen

Einen überraschend kräftigen Sprung gab es beim Absatz der Mac-Computer. Ihre Verkäufe stiegen von 4,57 Millionen Geräten vor einem Jahr auf 5,52 Millionen im Ende September abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal. Die Verkäufe der iPad-Tablets schwächelten dagegen im dritten Vierteljahr in Folge. Der iPad-Absatz sank im Jahresvergleich um 12,5 Prozent auf 12,3 Millionen Geräte. Erst letzte Woche hat Apple neue Modelle seines Tablets vorgestellt, die die Verkäufe ankurbeln sollen.

Der Konzernumsatz stieg im abgelaufenen Quartal im Jahresvergleich um 12,4 Prozent auf 42,12 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Gewinn wuchs um 12,7 Prozent auf knapp 8,47 Milliarden Dollar. Das Ergebnis je Aktie betrug 1,42 Dollar. Analysten hatten mit 1,31 Dollar gerechnet. Die Bruttomarge betrug 38 Prozent. Apple selbst hatte 37 bis 38 Prozent in Aussicht gestellt. Für das laufende Quartal erwartet der Konzern 37,5 bis 38,5 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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