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"Niemand will das": Apple präsentiert Jobs' Albtraum

Wie sich die Zeiten ändern: Apple-Boss Tim Cook stellt ein Produkt vor, das Konzerngründer Steve Jobs verachtet hätte. Es ist nicht das erste Mal, dass sich Cook über die Ansichten seines legendären Vorgängers hinwegsetzt.

Das grenzt an Majestätsbeleidigung: Apple präsentiert ein Produkt, das Gründer Steve Jobs gehasst hätte - einen Stift, um auf dem iPad herumzukrakeln. "Wer will schon einen Stylus?", hatte Jobs 2007 gewettert. "Du musst das Ding herausholen, wieder wegpacken, Du verlierst es. Igitt! Niemand will einen Stylus."

Das sieht der Nachfolger des 2011 verstorbenen Unternehmenschefs, Tim Cook, anders. Der "Apple Pencil" erinnert tatsächlich an einen Bleistift. Der Nutzer soll das Gefühl bekommen, einen richtigen Stift in der Hand zu halten - das System erkennt Position, Neigung und Druckstärke des Stifts.

Der Pencil ist als Ergänzung für das iPad Pro gedacht, das sich auch ohne den Stift bedienen lässt. Der Pencil könnte vor allem für Grafiker interessant sein und soll in den USA 99 Dollar kosten.

Ob Jobs das akzeptiert hätte? Seiner Abneigung gegen solche Produkte hat er freien Lauf gelassen. So diktierte er seinem Biographen Walter Isaacson: "Sobald Du einen Stylus hast, bist Du tot."

Cook scheut sich nicht davor, die Ansichten des legendären Apple-Gründers zu ignorieren. Jobs war auch dagegen, dem iPhone einen größeren Bildschirm zu verpassen. Niemand wolle so etwas, war Jobs überzeugt. Unter Cook brachte Apple solche iPhones auf den Markt - mit großem Erfolg.

Quelle: n-tv.de

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