Wirtschaft
Die Krise bei ArcelorMittal dauert an.
Die Krise bei ArcelorMittal dauert an.(Foto: picture alliance / dpa)

Rote Zahlen, aber Hoffnung auf Besserung: Arcelor kämpft gegen Krisenmodus

ArcelorMittal hat sich bislang nicht von den Folgen des Wirtschaftseinbruchs nach der Finanzkrise erholt. erneut steht ein Milliardenverlust in den Büchern. Er fällt aber kleiner aus als 2012 - ein Hoffnungsschimmer.

Beim weltgrößten Stahlkonzern ArcelorMittal wächst trotz eines neuerlichen Verlustes die Hoffnung auf ein Ende der jahrelangen Talfahrt. In diesem Jahr rechnet das Unternehmen mit einem wachsenden operativen Gewinn (Ebitda), wie es mitteilte. 2013 machten dem Konzern noch die schwache Nachfrage vor allem in Europa und der hohe Preisdruck zu schaffen.

Das Ebitda ging deshalb 2013 um mehr als zehn Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar (5,08 Milliarden Euro) zurück. Allerdings lag der operative Gewinn im Schlussquartal mit 1,9 Milliarden Dollar schon fast 23 Prozent über dem von Ende 2012. Damit übertraf ArcelorMittal die Erwartungen von Analysten. In diesem Jahr soll das Ebitda nun um 16 Prozent auf rund acht Milliarden Dollar steigen.

Ein Lichtblick

"Wir sind vorsichtig optimistisch", sagte Konzernchef Lakshmi Mittal. Er rechnet damit, dass die Nachfrage nach Stahl in diesem Jahr weltweit um 3,5 bis 4 Prozent steigt. Das stärkste Wachstum erwartet der Konzern in China und den USA, auch wenn dort der Jahresauftakt vom Wintereinbruch in Nordamerika belastet war.

Unterm Strich stand auch 2013 noch ein Verlust von 2,5 Milliarden Dollar. Ein Jahr zuvor belief sich der Konzernverlust auf 3,4 Milliarden Dollar, was auch an hohen Abschreibungen auf das europäische Stahlgeschäft lag.

ArcelorMittal hat sich bislang nicht von den Folgen des Wirtschaftseinbruchs nach der Finanzkrise erholt. Die gesamte Stahlbranche hinkt besonders in Europa und den USA dem vorangegangenen Boom hinterher. Der Markt ist seitdem von hohen Überkapazitäten geprägt, die auf die Preise drücken.

Quelle: n-tv.de

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