Wirtschaft

Konjunktur der StahlkocherArcelorMittal legt zu

28.07.2010, 07:53 Uhr

Die Erholung der Weltwirtschaft lässt sich nicht mehr übersehen: Rund um den Globus wird wieder gebaut, geschweißt und genietet. Nach Nippon Steel berichtet auch ArcelorMittal von einer steigenden Stahlnachfrage.

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Nach der Krise können die Hersteller wieder jeden Mann gebrauchen. (Foto: REUTERS)

Der weltgrößte Stahlhersteller ArcelorMittal hat dank einer hohen Nachfrage im zweiten Quartal seinen Gewinn deutlich gesteigert und damit die Erwartungen am Markt erfüllt. Der Konkurrent der deutschen Konzerne ThyssenKrupp und Salzgitter verdiente vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wie erwartet 3,0 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn stieg von rund 680 Mio. US-Dollar im Vorquartal auf 1,7 Mrd. Dollar. Vor einem Jahr hatte ArcelorMittal wegen der Wirtschaftskrise einen Verlust von knapp 800 Mio. Dollar hinnehmen müssen.

Analysten hatten beim Gewinn im abgelaufenen Quartal nur mit 1,16 Mrd. Dollar gerechnet, trauten dem Stahlriesen dagegen beim Umsatz zuviel zu. Dieser belief sich auf 21,65 Mrd. Dollar, wie ArcelorMittal am Firmensitz in Luxemburg mitteilte. Am Markt war ein Umsatz von 23,1 Mrd. Dollar prognostiziert worden. Der Stahlabsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 17 Mio. auf 22,8 Mio. Tonnen.

Gewinnwarnung für den Herbst

Für das dritte Quartal rechnet ArcelorMittal nur noch mit einem Ebitda von 2,1 bis 2,5 Mrd. Dollar. Hintergrund seien vor allem ein sich verlangsamendes Wachstum in China und höhere Rohstoffkosten. Es seien stabile Verkaufspreise zu erwarten, erklärte ArcelorMittal weiter. Die operativen Kosten dürften dagegen im Vergleich zum zweiten Quartal anziehen. Die Herausforderung in der zweiten Jahreshälfte sei, die Kostenzuwächse in voller Höhe an die Kunden weiterzugeben.

Quelle: dpa/rts