Wirtschaft
Ataris Computerspiel Breakout
Ataris Computerspiel Breakout

US-Geschäft soll saniert werden: Atari stellt Insolvenzantrag

Jeder Computerspieler kennt Atari. Die ältere Generation ist mit Klassikern wie "Pong" und "Asteroids" groß geworden. Seit Jahren sieht das mittlerweile zum vormaligen Spieleentwickler Infogrames gehörende Unternehmen aber kaum Land. Das soll sich mit einer Insolvenz ändern. Daraus will Atari Inc. gestärkt hervorgehen - so der Plan.

Der Computerspiele-Pionier Atari hat einen Insolvenzantrag für sein Geschäft in den USA gestellt. Das mehr als 30 Jahre alte Unternehmen, dass mit Spielen wie "Pong" oder "Asteroids" einst an den Anfängen der Computerspiele-Industrie stand, will sich unter Schutz vor seinen Gläubigern sanieren. Atari kämpfte nach der Blütezeit in den 80er Jahren schon lange mit Problemen.

Nach Informationen der "Los Angeles Times" ist das Ziel, das US-Geschäft von der französischen Mutterfirma, der früheren Infogrames, abzutrennen und in den nächsten Monaten neue Investoren zu gewinnen, um so das Geschäft eigenständig fortführen zu können. Derzeit beschäftigt die US-Tochter rund 40 Mitarbeiter.

Die Zukunft von Atari solle dann unter anderem in mobilen Spielen liegen. Es seien bereits mehrere Millionen Dollar für die Fortführung des Geschäfts gesichert worden. Geplant sind etwa eine Neuauflage des Klassikers "Pong" und eine Sammlung der größten Arcade-Spielehits. Zudem arbeiten die Entwickler an "Atari Casino", einem sogenannten "real money gambler".

Atari hat den Großteil des Geschäfts in den USA, hatte aber den Konzernsitz in Europa und ist an der französischen Börse notiert. Jetzt stellten die US-Tochter Atari Inc. und drei weitere Firmen einen Insolvenzantrag in New York.

Quelle: n-tv.de

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