Wirtschaft

Neue VDA-Zentrale in Berlin: Autolobby mittendrin

Die Autolobby sucht die Nähe zur Politik. Nach 60 Jahren in Frankfurt verlegt der mächtige Verband der Automobilindustrie (VDA) seine Geschäftsstelle von Frankfurt nach Berlin.

Da sein, wo Entscheidungen getroffen werden. VDA-Präsident Wissmann und seine 70 Mitarbeiter arbeiten ab März in Berlin-Mitte.
Da sein, wo Entscheidungen getroffen werden. VDA-Präsident Wissmann und seine 70 Mitarbeiter arbeiten ab März in Berlin-Mitte.(Foto: REUTERS)

Der Umzug des einflussreichen Verbands der Automobilindustrie (VDA) in die Hauptstadt ist bereits in vollem Gange. Vom 1. März an arbeiten VDA-Präsident Matthias Wissmann und seine rund 70 Verbands-Mitarbeiter offiziell in ihrer neuen Zentrale in Berlin-Mitte. "Das Geschäft des VDA wird immer politischer. Deshalb geht es darum, die Nähe zu den Entscheidern und den politischen Gremien zu suchen", sagte VDA-Sprecher Eckehard Rotter. Die Standorte Frankfurt und Oberursel löst der Verband auf.

Wissmann hatte den Umzug in die Hauptstadt Anfang vergangenen Jahres angekündigt. Schon zum Amtsantritt des früheren CDU- Bundesverkehrsministers am 1. Juni 2007 war über diesen Schritt spekuliert worden. In Berlin hat der Verband bereits seit Jahren ein Büro. "Das hat sich als großer Vorteil erwiesen", sagte Rotter. Alle wichtigen Institutionen, Verbände und Medien seien nur einen Steinwurf entfernt.

Die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) werde aber weiter alle zwei Jahre in Frankfurt ausgerichtet. Der VDA hat rund 600 Mitgliedsfirmen. Sie produzieren Automobile, Anhänger, Aufbauten, Container sowie Kfz-Teile und -Zubehör.

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Quelle: n-tv.de

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