Wirtschaft
Fehler sind passiert - trotzdem will Grillo, dass TTIP bald zustande kommt.
Fehler sind passiert - trotzdem will Grillo, dass TTIP bald zustande kommt.(Foto: picture alliance / dpa)

"Nicht alles ganz richtig gelaufen": BDI-Präsident räumt Fehler bei TTIP ein

Wie sehen die Vertragsbedingungen des geplanten transatlantischen Freihandelsabkommens TTIP aus? Nur wenige wissen davon, die genauen Inhalte sind geheim. Das bemängelt nun auch BDI-Präsident Ulrich Grillo - das Vertrauen sei angekratzt.

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, räumt ein, dass auf dem Weg zum umstrittenen transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP Fehler gemacht worden sind. Dabei bemängelt er die fehlende Transparenz während der Verhandlungen. "Es ist vielleicht nicht alles ganz richtig gelaufen und was auch zu Verzögerungen geführt hat, etwa die mangelnde Transparenz", sagte Grillo im Gespräch mit n-tv. Gleichermaßen fordert er, den Abschluss des Abkommens zu beschleunigen.

Das habe sich nun seiner Ansicht nach zum größten Problem auf dem Weg zu dem Abkommen entwickelt. "Das größte Risiko ist die Unkenntnis und das mangelnde Vertrauen. Natürlich ist das Vertrauen zwischen Europa und den USA durch die NSA etwas eingeschränkt, da müssen wir gegenarbeiten", betonte Grillo.  Seit 2013 verhandelt die Europäische Union mit den Vereinigten Staaten um das Abkommen.

Der BDI-Präsident fürchtet, dass zu viel Zeit bis zu einem Zustandekommen des Bündnisses vergehen könnte und Europa wichtige Handelspartnerschaften mit den USA verschläft. Dabei verweist er auf das asiatisch-US-amerikanische Freihandelsabkommen. "Über 50 Prozent der Weltwirtschaftsleistung deckt Nordamerika mit Europa ab. Aber das asiatische Freihandelsabkommen sind auch 40 Prozent. Wenn dann noch China und Indien dazukommen, dann hinken wir in Europa schnell hintendran."

Die genauen Vertragsbedingungen des TTIP-Abkommens werden im Geheimen verhandelt und sind der Öffentlichkeit nicht bekannt. Das geplante Abkommen zieht erhebliche Kritik aus verschiedensten politischen Richtungen auf sich.

Quelle: n-tv.de

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