Wirtschaft
Teile des Terminals wurden gesperrt - eröffnet wurden sie ja ohnehin nie.
Teile des Terminals wurden gesperrt - eröffnet wurden sie ja ohnehin nie.(Foto: imago/Jürgen Ritter)

Brandschutz zu schwer: BER-Dach hat Statik-Probleme

Zwei Tonnen dürfen die Rauchgasventilatoren in der Decke des BER-Terminals wiegen, verbaut wurden aber vier Tonnen schwere. Nun sind Teile des Terminals gesperrt, ein Statikgutachten muss erstellt werden und neue Millionenkosten drohen.

Wegen Statikproblemen am Dach ist ein Teil des Terminals des künftigen Hauptstadtflughafens BER in Berlin gesperrt worden. In einem Teil der Decke seien offensichtlich vor dem ursprünglichen Eröffnungstermin 2012 schwerere Rauchgasventilatoren verbaut worden, als in der ursprünglichen Planung angenommen, teilte die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH mit. "Deshalb bedarf es eines neuen statischen Standsicherheitsnachweises." 

Vorsorglich sei ein Teil des Terminals daher am Freitag gesperrt worden. Weitere Details nannte ein Flughafensprecher auf Anfrage nicht. "Es drohen weitere Millionenkosten und Verzögerungen, wenn das Dach des BER-Terminals verstärkt werden muss", sagte Andreas Otto, Grünen-Obmann im BER-Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. "Es rächt sich einmal mehr, dass der BER-Aufsichtsrat im Sommer 2012 völlig unüberlegt dem Generalplaner kündigte - dadurch ging der Überblick über das Projekt vollständig verloren."

Die "Bild" zitierte am Sonntag aus einem Statikgutachten. Demnach seien an der Dachkonstruktion befestigte Plattformen für Rauchgasventilatoren teilweise mit mehr als 4000 Kilogramm statt mit den genehmigten 2000 Kilogramm belastet worden.

Quelle: n-tv.de

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