Wirtschaft

Geldstrafe in den USA: BMW muss mindestens 20 Millionen Euro zahlen

Ärger in den USA für BMW. Der Autobauer muss eine saftige Strafe zahlen. Es geht um die Mini-Modelle. Bei denen wurden Crashstandards nicht eingehalten.

BMW wurde von der US-Verkehrssicherheitsbehörde zu einer saftigen Geldstrafe verdonnert. Es habe Mängel bei einer Rückrufaktion der Marke Mini gegeben und der deutsche Premiumautohersteller habe keine korrekten Informationen veröffentlicht, kritisiert die NHTSA am Montag. Insgesamt muss die BMW AG nun eine Strafe von bis zu 40 Millionen US-Dollar zahlen.

Bei den Vorwürfen geht es um Mini-Fahrzeuge, die Crashstandards nicht eingehalten hatten. BMW wird dafür kritisiert, die notwendigen Maßnahmen danach zu langsam auf den Weg gebracht zu haben. Es habe mehrere Fälle gegeben, bei denen BMW die Verpflichtungen gegenüber den Kunden und der Öffentlichkeit nicht eingehalten habe, heißt es. Vor drei Jahren sei BMW bereits für ähnliche Vergehen bestraft worden.

BMW teilte mit, dass man die Abläufe verbessere und mit der NHTSA zusammenarbeiten werde. Man habe einer Vergleichsvereinbarung zugestimmt. Dabei erklärte die Tochter in Nordamerika auch, dass man nicht rechtzeitig auf die Vorfälle reagiert habe.

Im Detail sieht die Strafe eine Geldbuße von 10 Millionen Dollar vor. Weitere 10 Millionen sollen investiert werden, um die internen Prozesse zu verbessern, um Probleme mit Sicherheitsanforderungen künftig schneller aufdecken zu können. Zudem müssten 20 Millionen Dollar gezahlt werden, sofern BMW die geforderten Maßnahmen nicht umsetzt.

Es ist das zweite Mal innerhalb kurzer Zeit, dass US-Behörden deutschen Autoherstellern vorwerfen, Informationen zurückzuhalten oder keine angemessenen Maßnahmen zu ergreifen, um die Standards einzuhalten. Im September hatte die US-Umweltbehörde Epa aufgedeckt, dass Volkswagen in Dieselfahrzeugen Software eingesetzt hat, mit der Abgastests manipuliert werden konnten.

Quelle: n-tv.de

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