Aller Widrigkeiten zum TrotzBahn steigert Gewinn
Einen Betriebsgewinn von knapp unter zwei Milliarden Euro soll die Deutsche Bahn im vergangenen Jahr eingefahren haben. So verlautet es jedenfalls aus Kreisen des Aufsichtsrates. Das Unternehmen hält sich noch zurück. Die Bilanzpressekonferenz ist erst in der kommenden Woche.
Die Deutsche Bahn hat ihren Gewinn im vergangenen Jahr nach Angaben aus Aufsichtsratskreisen um rund zehn Prozent gegenüber dem Krisenjahr 2009 gesteigert. Der Konzern erwirtschaftete demnach einen Betriebsgewinn von rund 1,89 Milliarden Euro. Dabei seien die Gewinne der 2010 gekauften britischen Arriva eingerechnet, hieß es weiter.
Der Umsatz stieg kräftiger und lag demnach bei 34,4 Milliarden Euro nach 29,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Bahn wollte sich nicht äußern und verwies auf die Bilanzpressekonferenz in der nächsten Woche.
Durch eine Reihe Sondereffekte hatte der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) der Bahn im Krisenjahr 2009 vergleichsweise wenig gelitten. Die Bahn-Planung hatte daher für 2010 auch mit gut 1,7 Milliarden Euro nur einen leicht höheren Gewinn vorgesehen, der jetzt knapp übertroffen wurde.
Probleme im Personenverkehr
Der Umsatz stieg vor allem wegen des Aufschwungs in der Logistik kräftig, obwohl die Transportpreise das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht hatten. Die Güterbahn, die besonders im Abschwung getroffen wurde, konnte 2010 wieder eine schwarze Null schreiben.
Geschrumpft ist hingegen auch wegen der Winterprobleme der Gewinn im Fern- und Nahverkehr. Das Schienennetz war mit fast 600 Millionen Euro Gewinn nach dem Nahverkehr die ertragreichste Sparte.
Nach dem Willen der Bundesregierung sollen die Gewinne der mit staatlichen Milliarden-Beträgen subventionierten Sparte weiter der Konzernmutter zufließen können. Im Bundestag und vor allem in der FDP wird gefordert, dass diese für Investitionen im Netz eingesetzt werden sollen.