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Unter den Gewinnerwartungen: Bayer schwächelt zum Jahresabschluss

Dem Pharma- und Chemieriesen Bayer geht im vierten Quartal 2013 etwas die Puste aus. Die Leverkusener schlagen sich mit Währungsverlusten herum. Der Dax-Konzern erhöht die Dividende für die Aktionäre.

Hohe Forschungsausgaben sowie Währungsverluste in Japan und in den Schwellenländern haben den operativen Gewinn von Bayer im Schlussquartal gedrückt. Der um Sondereinflüsse bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im vierten Quartal sei binnen Jahresfrist um 3,1 Prozent auf 1,77 Milliarden Euro gesunken, teilte der Pharma- und Chemiekonzern mit.

Analysten hatten mit einem bereinigten operativen Gewinn von 1,91 Milliarden Euro gerechnet. Bayer setzte von Oktober bis Dezember 9,89 Milliarden Euro um - ein leichtes Plus von 0,3 Prozent. Der Gewinn schnellte um 24,3 Prozent auf 455 Millionen Euro nach oben.

Im Gesamtjahr legte das Ebitda immerhin noch um 1,5 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro zu. Das war aber ebenfalls weniger als Analysten und das Unternehmen ursprünglich erwartet hatten. Bayer hatte sich das Ziel gesetzt, einen Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich zu schaffen. Grund waren negative Währungseinflüsse, die sich im Gesamtjahr auf etwa 260 Millionen Euro summiert haben.

Unter dem Strich verdiente der Konzern 2013 mit rund 3,2 Milliarden Euro knapp 33 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vorjahr hatten hohe Vorsorgeaufwendungen für Rechtsfälle in den USA im Zusammenhang mit den Antibabypillen das Ergebnis stark belastet. Weil ungünstige Wechselkurse das organische Erlöswachstum aufzehrten, kam der Umsatz kaum voran. Er kletterte nur um 1 Prozent auf 40,2 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt hätte der Erlösanstieg bei gut 5 Prozent gelegen.

Dividende wird erhöht

Für dieses Jahr plant Bayer-Vorstandschef  Marijn Dekkers mit einem Erlösanstieg, - ohne die Berücksichtigung von Zu- und Verkäufen sowie Währungskursschwankungen - um etwa 5 Prozent auf ungefähr 41 bis 42 Milliarden Euro. Berücksichtigt ist dabei ein negativer Währungseffekt gegenüber dem Vorjahr von etwa 2 Prozent.

Der bereinigte operative Gewinn soll im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Darin sind erwartete negative Währungseinflüsse von etwa 450 Millionen Euro berücksichtigt. Für Sonderaufwendungen und Restrukturierungsmaßnahmen sind im laufenden Jahr 200 Millionen Euro geplant. Bayer hatte bereits vor Tagen angekündigt, die Dividende um 20 Cent auf 2,10 Euro je Aktie zu erhöhen.

Quelle: n-tv.de

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