Wirtschaft
2014 sollen hier die Lichter ausgehen.
2014 sollen hier die Lichter ausgehen.(Foto: picture alliance / dpa)

Kampf um den Standort: Betriebsrat verklagt Opel

Die Arbeiter wollen das verkündete Aus des Bochumer Werks nicht hinnehmen. Der dazu gefasste Aufsichtsratsbeschluss sei unrecht, argumentieren die Vertreter der Beschäftigten. Das soll nun ein Gericht klären.

Im Streit um die Schließung des Standorts Bochum hat der Opel-Betriebsrat den Konzernvorstand verklagt. Konkret beanstandet er die Verlegung der Produktion des Zafira nach Rüsselsheim. Darüber sei "der gesamte Aufsichtsrat nicht korrekt informiert" worden, sagte Betriebsratschef Rainer Einenkel dem Portal "DerWesten". Einenkel, der selbst im Aufsichtsrat sitzt, kritisierte: "Es gab keine sauberen Informationen über den Beschluss, das Werk zu schließen."

Die Opel-Beschäftigten in Bochum hatten den Sanierungstarifvertrag des Unternehmens abgelehnt. Dieser sah den Erhalt zahlreicher Jobs, aber die Schließung der Produktion im Bochumer Werk nach 2016 vor. Daraufhin verkündete Opel das Aus bereits für Ende 2014.

Auf der Internetseite der Arbeitnehmervertreter heißt es weiter, dass die Klage inzwischen beim zuständigen Landgericht eingereicht worden sei. "Der Beschluss zur Verlagerung der Zafira-Produktion war unrecht!" Nun müsse das Landgericht die Zulässigkeit der Klage prüfen.

Für ihre Klage erhoffen die Initiatoren Unterstützung der anderen Belegschaften, die dem Sanierungskurs des Managements bisher gefolgt sind: "Als Bochumer erwarten wir, dass alle weiteren Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat, und dazu gehören alle Betriebsratsvorsitzenden der deutschen Opel-Werke, der Bezirksleiter der IG Metall-Hessen und die IG Metall, die Klage der Bochumer unterstützen", heißt es auf der Internetseite des Bochumer Betriebsrats weiter.

Quelle: n-tv.de

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