Wirtschaft

Nach "Pollux" nun der "Bleistift": Blackstone kauft Frankfurter Messeturm

Der Frankfurter Messeturm ist mehr als 250 Meter hoch und damit das zweithöchste Gebäude der Mainmetropole. Nun gehört er dem Finanzinvestor Blackstone. Die US-Amerikaner blättern für den "Bleistift" wohl 250 Millionen Euro hin.

Blick auf das Frankfurter Messegelände, rechts der Messeturm.
Blick auf das Frankfurter Messegelände, rechts der Messeturm.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Eines der Wahrzeichen der Frankfurter Skyline wechselt Insidern zufolge den Besitzer. Der Messeturm, mit 256,5 Metern das zweithöchste Gebäude der deutschen Finanzmetropole, wird laut Insidern an den US-Finanzinvestor Blackstone verkauft. Einer von ihnen taxierte den Kaufpreis auf rund 250 Millionen Euro. Das entspricht ungefähr den Baukosten für das vom Architekten Helmut Jahn im Art-deco-Stil errichtete 63-stöckige Hochhaus, das wegen seines spitzen Daches auch als "Bleistift" bekannt ist.

Den Kauf des unmittelbar benachbarten "Pollux" hat Blackstone bereits unter Dach und Fach gebracht, wie der bisherige Eigner IVG Institutional Funds mitteilte. Immobilienkreisen zufolge liegt der Kaufpreis hier bei gut 100 Millionen Euro. Beide Wolkenkratzer wurden in den 1990er Jahren fertiggestellt.

In den vergangenen Jahren wurden in der Mainmetropole zahlreiche neue Hochhäuser hochgezogen. Neue Büros lassen sich meist schnell vermieten, bei älteren Gebäuden gibt es dagegen relativ hohen Leerstand. Hauptmieter im 24 Jahre alten Messeturm mit einer Nutzfläche von 63.000 Quadratmetern ist die US-Investmentbank Goldman Sachs, auch der Finanz- und Informationsdienstleister Thomson Reuters ist dort Mieter. Er gehört bisher einer Gemeinschaft von Investoren unter Führung von GLL Real Estate Partners.

"Pollux" steht überwiegend leer

Den 1997 fertiggestellten "Pollux" hatte lange vor allem die Commerzbank genutzt, heute steht der größte Teil der rund 35.000 Quadratmeter auf 33 Stockwerken leer. Das 130 Meter hohe Gebäude am Messegelände gehörte bisher der Fonds-Sparte des gerade der Insolvenz entronnenen Immobilienkonzerns IVG. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, erklärte die IVG. Der Bau von "Pollux" und des Schwester-Hochhauses "Kastor" hatte insgesamt 430 Millionen Euro gekostet.

Neu vermietet wird der "Pollux" zunächst offenbar nicht: Das Immobilienmagazin "Deal" zitierte York von Pannwitz, den Geschäftsführer des künftigen Gebäudeverwalters und Co-Investors Finch Properties mit den Worten: "Wir werden das Gebäude erst einmal vom Markt nehmen."

Quelle: n-tv.de

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