Wirtschaft
Commerzbank-Chef Blessing verzichtet 2013 wieder auf Boni.
Commerzbank-Chef Blessing verzichtet 2013 wieder auf Boni.(Foto: picture alliance / dpa)

Bankdrücker in erster Börsenliga: Blessing verdient am schlechtesten

Die fetten Jahre sind vorbei - schon lange. Und wie es aussieht, kommen sie für Commerzbank-Chef so schnell auch nicht wieder zurück. Im Dax verdiente 2013 bisher kein anderer Konzernlenker weniger.

Während die Vorstände der Deutschen Bank 2013 deutlich mehr verdienten als im Vorjahr, hält sich die Commerzbank bei den Gehältern ihrer Vorstände weiter vornehm zurück. Das führt dazu, dass Commerzbank-Chef Martin Blessing der am schlechtesten bezahlte Vorstandsvorsitzende im deutschen Börsen-Leitindex Dax ist. Blessings Bezüge für 2013 summieren sich auf 1,38 Millionen Euro nach 1,39 Millionen Euro 2012, wie aus dem Geschäftsbericht der Bank hervorgeht.

Unter den bislang 28 veröffentlichten Vergütungsberichten der 30 Konzerne im Dax ist die Commerzbank damit Schlusslicht: Blessing liegt noch hinter Lufthansa-Chef Christoph Franz, der 1,8 Millionen Euro erhält.

Insgesamt verdienten die neun Vorstände, die 2013 auf der Gehaltsliste der zweitgrößten deutschen Bank standen, rund 13,3 Millionen Euro. Das ist weniger als die beiden Co-Chefs der Deutschen Bank: Anshu Jain und Jürgen Fitschen kassieren zusammen 15 Millionen Euro. Ein Teil dieser Gelder wird erst zeitversetzt abhängig vom Geschäftserfolg ausgezahlt.

"Verbesserung" 2014

Dass er für 2013 wie im Vorjahr auf Boni verzichten werde, hatte Blessing bereits im Februar angekündigt: Ein Überschuss von 78 Millionen Euro sei noch nicht signifikant genug, um eine variable Vergütung zu kassieren. Auch das Jahr 2014 werde herausfordernd, bekräftigte die Bank. "Gleichwohl erwartet die Commerzbank eine Verbesserung des operativen Ergebnisses gegenüber 2013."

2013 erreichte die Bank ein Konzernergebnis von 78 Millionen Euro nach einem Verlust von 47 Millionen im Vorjahr.

Quelle: n-tv.de

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