Wirtschaft
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Mehr Dreamliner pro Monat: Boeing trotzt Rückschlägen

Die hohen Treibstoffkosten beflügeln die Nachfrage nach spritsparenden Flugzeugen. Davon profitiert Boeing. Der US-Konzern wächst kräftig und verdient mehr. Und dies könnte so bleiben - die Auftragsbücher sind voll wie nie.

Das große Interesse der Airlines an spritsparenden Flugzeugen hilft Boeing über alle Rückschläge hinweg. Die Nachfrage sorgt beim amerikanischen Airbus-Rivale für einen kräftig gestiegenen Quartalsgewinn. Boeing hob darauf hin seine Ziele erneut an. Konzernchef Jim McNerney verwies vor allem auf einen Auftragsbestand in Rekordhöhe. Dieser drängt die Pannenserie beim Flaggschiff-Modell Dreamliner in den Hintergrund sowie auch den jüngsten Verlust eines wichtigen Großauftrags in Japan, den der europäische Airbus-Konzern ergatterte. An der Börse sorgte Boeing für Begeisterung: Die Aktie schnellte im frühen Handel um gut vier Prozent in die Höhe.

Den Flugzeugbauern kommt zugute, dass viele Airlines, die die Maschinen  meist erst Jahre später bekommen, auf ein Ende der Wirtschaftsflaute und der europäischen Schuldenkrise setzen. Nach Schätzungen des Herstellerverbands IATA soll sowohl der Passagier- als auch der Frachtverkehr in den kommenden Jahren zulegen, vor allem in Asien.

Absatzziel bestätigt

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Ein Spiegel des Aufschwungs ist Boeings Bilanz für das abgelaufenen Quartal: Der Umsatz kletterte um elf Prozent auf 22,1 Milliarden Dollar. Die Zahl der ausgelieferten Flugzeuge stieg um 14 Prozent. Unter dem Strich blieben 1,16 Milliarden Dollar und damit zwölf Prozent mehr. Das Management rechnet für 2013 nun mit einem Ergebnis von 6,50 bis 6,65 Dollar je Aktie, nachdem die Erwartung zuletzt bei 6,20 bis 6,40 Dollar lag.

Am Umsatz- und Absatzziel hat sich aber nichts geändert. Demnach sollen in diesem Jahr 635 bis 645 Zivilflugzeuge an die Kunden gebracht werden, nach neun Monaten waren es schon 476. Bereits nach dem zweiten Quartal hatte der Konzern seine Geschäftsziele angehoben.

Dreamliner-Produktion wird ausgeweitet

Die Negativmeldungen zum Sorgenkind 787 Dreamliner können dem US-Unternehmen offenbar wenig anhaben. Es kündigte an, die Produktion des Prestigefliegers im Jahr 2016 auf zwölf Stück im Monat zu beschleunigen. Noch vor dem Ende des Jahrzehnts sollen es dann 14 Maschinen sein. Zum Vergleich: Im laufenden Jahr sollen monatlich lediglich zehn Dreamliner gefertigt werden. Das Modell kam viel später auf den Markt als geplant. In diesem Jahr mussten alle 787 monatelang am Boden bleiben, weil Akkus in zwei Maschinen in Brand geraten waren.

Die Airbus-Mutter EADS  legt ihren Quartalsbericht am 14. November vor.

Quelle: n-tv.de

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