Wirtschaft
Blick in den Moskauer Börsensaal
Blick in den Moskauer Börsensaal(Foto: picture-alliance/ dpa)

Durchwachsenes Debüt: Börse Moskau geht an die Börse

Von 0 auf mehr als 3 Mrd. Euro: Die Moskauer Börse hat selbst den Gang aufs Parkett gewagt. Der Börsenwert täuscht dabei etwas über den mangelnden Erfolg des IPOs hinweg. Platziert wurden deutlich weniger Aktien als erhofft. Immerhin: Einige ausländische Großinvestoren griffen zu, darunter auch der chinesische Staatsfonds.

Der Börsen-Betreiber in Moskau hat bei seinem eigenen Sprung auf das Parkett ein bescheidenes Debüt gefeiert. Das Unternehmen teilte mit, Aktien im Wert von umgerechnet knapp 375 Mio. Euro bei Investoren platziert zu haben - weniger als ursprünglich gehofft. Die Anteilsscheine konnten dabei nur am unteren Ende der Angebotsspanne zugeordnet werden. Am ersten Handelstag lag der Kurs zudem leicht unterhalb des Ausgabepreises von 55 Rubel. 

Der Kreml will Moskau zu einem weltweit bedeutenden Finanzzentrum ausbauen. Die Nachfrage für die Aktien des Börsen-Betreibers war aber mau. Am unteren Ende der Preisspanne war sie gerade einmal doppelt so hoch wie das Angebot - das ist bei vergleichbaren Emissionen kein großartiger Wert. Ursprünglich war angedacht, die Papiere für bis zu 63 Rubel pro Stück auszugeben.

Die Aktien der Börse Moskau werden künftig zu 30 Prozent in Streubesitz sein. Das Unternehmen wird insgesamt mit 3,15 Mrd. Euro bewertet. Zum Vergleich: Die Deutsche Börse aus Frankfurt hat einem Marktwert von mehr als 9 Mrd. Euro.

Finanzkreisen zufolge hat die Emission einige große Investoren aus dem Ausland angelockt, unter anderem den chinesischen Fonds CIC. Der staatlich kontrollierte Private-Equity-Fonds RDIF aus Russland habe zudem geholfen, die Bücher zu füllen. RDIF teilte mit, 60 Mio. Euro investiert zu haben und nun 4,5 Prozent zu halten.

Quelle: n-tv.de

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