Wirtschaft
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat derzeit gut lachen.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat derzeit gut lachen.(Foto: picture alliance / dpa)
Donnerstag, 23. März 2017

Steuereinnahmen steigen kräftig: Bund und Länder schwimmen im Geld

Das Bundesfinanzministerium erwartet für 2017 einen Anstieg der Steuereinnahmen von knapp drei Prozent. Im Februar wird diese Schätzung deutlich übertroffen - der anhaltend hohen Beschäftigung und der Lohnsteigerungen sei Dank.

Der Bund und die Bundesländer haben auch im Februar deutlich mehr Geld in den Steuerkassen gehabt als vor einem Jahr. Angetrieben von der guten Konjunktur legten die Steuereinnahmen um 8,3 Prozent auf gut 52 Milliarden Euro zu, wie das Bundesfinanzministerium in Berlin mitteilte.

Das Plus sei vor allem auf Zuwächse bei der Lohnsteuer sowie einen kräftigen Anstieg bei der Umsatzsteuer zurückzuführen - was Folge der anhaltend hohen Beschäftigung sowie Lohnsteigerungen und des stärkeren Privatkonsums ist. Auch die Steuereinnahmen aus Unternehmensgewinnen haben zugenommen. Eine deutliche Zunahme verzeichneten die Staatskassen zudem bei den Einnahmen aus der Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge. "Der Anstieg (...) könnte auf Einnahmen aus der Besteuerung von Veräußerungserträgen zurückzuführen sein", heißt es.

In den ersten zwei Monaten 2017 lag das Plus bei den Steuereinnahmen bei 6,2 Prozent. Insgesamt betrugen die Einnahmen 95,595 Milliarden Euro. Das liegt weit über dem bisher für das Jahr 2017 insgesamt geschätzten Zuwachs von 2,9 Prozent. Anfang Mai steht die nächste Steuerschätzung an.

Für die Konjunktur zeichneten die Beamten ein positives Bild. "Die deutsche Wirtschaft ist gut in das neue Jahr gestartet", heißt es im Monatsbericht des Finanzministeriums. "Die Wirtschaftsdaten deuten insgesamt auf eine Fortsetzung der konjunkturellen Aufwärtsbewegung hin." Der Preisanstieg hat demnach im Februar mit 2,2 Prozent den höchsten Stand seit Sommer 2012 erreicht und erstmals wieder leicht über dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von "nahe, aber unter 2 Prozent" gelegen.

Quelle: n-tv.de

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