Wirtschaft
Zwei Fischkutter zwischen Sylt und der dänischen Insel Rømø: Nach dem Willen der Umweltministerin soll es bald ganzjährige Schutzzonen in der Nordsee geben.
Zwei Fischkutter zwischen Sylt und der dänischen Insel Rømø: Nach dem Willen der Umweltministerin soll es bald ganzjährige Schutzzonen in der Nordsee geben.(Foto: picture alliance / dpa)

Ganzjährige Schutzzonen: Bund will Fangverbote in Teilen der Nordsee

Die Nordsee ist ein empfindliches Ökosystem, schon die Überfischung einer Art kann einen katastrophalen Dominoeffekt nach sich ziehen. Umweltministerin Hendricks plädiert deshalb für Schutzzonen - und führt ins Feld, dass auch die Fischer davon profitieren würden.

Zum Schutz bedrohter Tierarten plant die Bundesregierung in Teilen der Nordsee ganzjährige Fangverbote für Berufsfischer. "Wir brauchen diese Beschränkungen, damit Seevögel, Fische und Schweinswale dauerhaft in der Nordsee leben können", sagte Umweltministerin Barbara Hendricks den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Vor allem umstrittene Fangmethoden mit Grundschleppnetzen und Stellnetzen sollen in bestimmten Bereichen verboten werden, hieß es dem Bericht zufolge.

"Es ist gut für die Natur, aber es ist auch gut für die Fischer, wenn es Schutzzonen gibt, in denen sich die Bestände erholen können", sagte Hendricks. Dem Bericht zufolge will die Bundesregierung ihre Pläne nun an die anderen EU-Mitgliedsländer schicken, die in der deutschen Nordsee fischen, also an Dänemark, die Niederlande, Großbritannien, Belgien und Frankreich. Diese Staaten müssten dem Vorschlag zustimmen.

Die EU-Mitglieder hatten sich im Dezember 2015 auf die Fangmengen (Quoten) für die Nordsee in diesem Jahr geeinigt. Demnach dürfen die Fischer rund 36 Prozent mehr Schellfisch fangen als 2015, 19 Prozent mehr Scholle, 16 Prozent mehr Hering und 15 Prozent mehr Kabeljau. Die Seelachs-Quote bleibt praktisch unverändert. Bei der Makrele sinkt die Fangmenge um 14 Prozent.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen