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Das KBA hat die Abgaswerte bei gut 50 Fahrzeugmodellen überprüft.
Das KBA hat die Abgaswerte bei gut 50 Fahrzeugmodellen überprüft.(Foto: dpa)

Smart und Opel Astra: Bundesamt misst verdächtige Abgaswerte

Wegen des Abgasskandals bei VW überprüft das Kraftfahrt-Bundesamt Dutzende Fahrzeugtypen. Greenpeace veröffentlicht einen Teil der Ergebnisse vorab. Demnach kommen mindestens zwei Pkw-Modelle über die erlaubten Stickoxid-Grenzwerte.

Bei seinen Nachprüfungen von Auto-Abgasen nach dem Ausbruch des VW-Skandals hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bei einem Smart- und einem Opel-Modell angeblich Werte über den zulässigen Grenzen festgestellt. Dies geht aus einer Liste hervor, die Greenpeace und der Nachrichtenagentur dpa vorlag. Die Umweltschutzorganisation hatte die Veröffentlichung der Ergebnisse nach dem Umweltinformationsgesetz erzwungen.

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Demnach hat der Smart Fortwo 0.8l bei den Überprüfungen die Euro-5-Norm um rund acht Prozent und der Opel Astra 2.0l um rund vier Prozent überschritten. Dabei war ein Stickoxid-Grenzwert von 180 Milligramm pro Kilometer erlaubt. Die Ergebnisse - auch zu weiteren Modellen - hat Greenpeace im Internet veröffentlicht. Das KBA bestätigte die Daten, betonte aber, dass es noch kein abschließendes Ergebnis gebe. Es gehe um "Eingangsmessungen" der Autos vor dem Beginn der Tests.

Unklar ist laut Greenpeace das Ergebnis eines Peugeot 308 SW 1.6l, der offenbar zwei Mal gemessen wurde: Einmal habe das Ergebnis über dem Euro-6-Grenzwert gelegen, einmal deutlich darunter.

Autobauer warten Bericht ab

Das KBA hatte nach Bekanntwerden des VW-Abgasskandals im vergangenen Jahr gut 50 Fahrzeugmodelle geprüft. Greenpeace forderte Verkehrsminister Alexander Dobrindt auf, die betroffenen Fahrzeuge sofort zurückzurufen und ihre Zulassung zu überprüfen.

Ein Opel-Sprecher sagte, der Autobauer habe bisher keine Kenntnis über die Testergebnisse und könne sie daher nicht kommentieren. "Uns liegt der Abschlussbericht nicht vor", erklärte ein Daimler-Sprecher. Deshalb könne der Stuttgarter Autobauer das auch nicht kommentieren.

Daimler warte seit einiger Zeit auf den Bericht und sehe "seiner Veröffentlichung mit großer Gelassenheit entgegen". Von Peugeot war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Das Bundesverkehrsministerium lehnte eine Stellungnahme ab.

Quelle: n-tv.de

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