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Negative Auswirkungen der EZB-Niedrigzinspolitik.
Negative Auswirkungen der EZB-Niedrigzinspolitik.(Foto: imago/McPHOTO)

Skatbank bricht Tabu: Bundesbank warnt vor Negativzinsen

Werden auch bald Privatkunden mit Strafzinsen belastet? Ganz unmöglich scheint dies nicht, denn bei der Bundesbank wird man unruhig. Die Deutsche Skatbank ist bei Tagesgeldern von mehr als 500.000 Euro bereits vorgeprescht.

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Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret warnt die deutschen Banken vor der Einführung von Strafzinsen auf Spar- oder Giro-Konten. Verbraucher damit zu schrecken, wäre "negativ für die Sparkultur", sagte Dombret auf einer Tagung zur Bankenaufsicht in Mainz. Die Entscheidung darüber liege aber bei jeder Bank allein.

Laut Dombret gibt es grundsätzlich auch für Verbraucher kein Recht auf positive Zinsen. Die Aufsicht werde sich hier nicht einmischen, betonte der Bundesbanker. Ob und für welche Beträge deutsche Institute die von der Europäischen Zentralbank (EZB) verlangten Strafzinsen an die Kunden weiterreichten, sei aber völlig unklar.

Die genossenschaftliche Deutsche Skatbank hatte ein Tabu gebrochen. Das thüringische Geldinstitut verlangt seit Samstag für Tagesgelder über mehr als 500.000 Euro einen Strafzins von 0,25 Prozent, sieht davon aber Privatkunden kaum betroffen.

"Beispiel wird Schule machen"

Nach Angaben des Internetportals Verivox mussten vor einigen Wochen bereits manche Unternehmen in Deutschland solche Strafzinsen auf Guthaben zahlen. Nun komme diese Entwicklung auch bei Privatkunden an. Bisher sei dies aber nur von der Skatbank bekannt. Durchschnittssparer seien nicht betroffen, erläuterte Verivox-Geschäftsführer Ingo Weber. "Aber es ist nicht auszuschließen, dass andere Geldinstitute nun folgen." Die Skatbank ist eine Direktbank-Tochter der Volks- und Raiffeisenbank Altenburger Land und hat nach eigenen Angaben rund 15.000 Kunden.

Deutsche-Bank-Manager Asoka Wöhrmann glaubt, dass das Beispiel trotz aller Warnungen der Bankenverbände Schule machen werde. "Das dürfte angesichts der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank bald keine Seltenheit mehr sein", sagte Wöhrmann der "Welt am Sonntag". "Dann wird hoffentlich jedem klar, dass es sich nicht lohnt, immer mehr Geld auf Sparkonten herumliegen zu lassen."

Quelle: n-tv.de

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