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Wichtiges drittes Quartal: Bundesregierung hält noch an Prognose fest

Angesichts der zunehmenden konjunkturellen Unsicherheiten senken Experten nach und nach ihre Wachstumserwartungen. Das Wirtschaftsministerium indes sieht noch keinen Korrekturbedarf. Doch ausgeschlossen ist das nicht mehr.

Trotz des unerwartet schwachen zweiten Quartals hält die Bundesregierung vorerst an ihrer Wachstumsprognose für 2014 fest. "Wir sehen derzeit keinen Korrekturbedarf unserer Wachstumsprojektion", sagte der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Rainer Sontowski. "Die geopolitischen Risiken belasten die deutsche Wirtschaft, doch die konjunkturelle Grundtendenz ist nach wie vor positiv", sagte Sontowski. "Für die turnusgemäße Herbstprojektion der Bundesregierung ist daher vor allem auch der Verlauf des dritten Quartals wichtig."

Deutschland ist robust aufgestellt - doch die Bundesregierung schließt eine Senkung der BIP-Prognose nicht aus.
Deutschland ist robust aufgestellt - doch die Bundesregierung schließt eine Senkung der BIP-Prognose nicht aus.(Foto: picture alliance / dpa)

Derzeit erwartet die Regierung ein Wachstum von 1,8 Prozent für 2014. Viele Banken-Ökonomen hatten ihre Prognose zuletzt auf etwa 1,5 Prozent gesenkt, nachdem das Bruttoinlandsprodukt zwischen April und Juni überraschend um 0,2 Prozent geschrumpft war.

Die französische Regierung hat nach einem ebenfalls schwachen Frühjahr ihre Prognose bereits kassiert: Sie geht nur noch von einem Plus von 0,5 Prozent - halb so viel wie zuvor angenommen.

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel erwartet, dass Europas größte Volkswirtschaft im zweiten Halbjahr wieder in Fahrt kommt. "Die Wachstumsraten in Deutschland dürften im weiteren Verlauf dieses Jahres wieder in den positiven Bereich zurückkehren", sagte der SPD-Chef kürzlich.

Quelle: n-tv.de

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