Wirtschaft
Unbefristete Arbeitsverträge werden immer mehr zur Ausnahme. Die CDU-Arbeitnehmer wollen das ändern.
Unbefristete Arbeitsverträge werden immer mehr zur Ausnahme. Die CDU-Arbeitnehmer wollen das ändern.(Foto: picture alliance / dpa)

Doppelt so viele Jobs auf Zeit : CDU will befristete Verträge abschaffen

Immer mehr Arbeitgeber bieten Berufseinsteigern nur aus einem Kalkül befristete Arbeitsverträge an: weil sie es können. Die CDU-Arbeitnehmer wollen damit Schluss machen. Denn die Zahl der grundlosen Anstellungen auf Zeit ufert aus.

Die CDU-Arbeitnehmer haben Konsequenzen aus dem Anstieg der Zahl befristeter Arbeitsverträge gefordert. Auffallend sei, dass vor allem die sogenannten sachgrundlosen Befristungen deutlich angestiegen seien, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Christlich-Demokratischen-Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, dem Handelsblatt. "Die sachgrundlosen Befristungen müssen abgeschafft werden." Die Zahl der Arbeitsverträge, die ohne Sachgrund wie etwa eine Schwangerschaftsvertretung befristet sind, ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

"Wenn beinahe die Hälfte aller Neueinstellungen befristet erfolgt und vor allem Ausländer, Frauen und Junge betroffen sind, spricht dies für einen systematischen Missbrauch", kritisierte der CDA-Vize. Mit einem befristeten Arbeitsvertrag sei "schon ein Mietverhältnis schwierig", sagte Bäumler. Ein Autokredit ohne Bürgschaft der Eltern sei ausgeschlossen. Und auch der Erwerb eines Eigenheims sei undenkbar. "Gerade jungen Menschen wird der Weg in ein eigenverantwortliches Leben und die Gründung einer Familie erschwert", kritisierte der CDA-Vize.

Während es im Jahr 2001 rund 550.000 Verträge mit sachgrundloser Befristung gab, waren es im vergangenen Jahr 1,3 Millionen. Der Anteil der sachgrundlosen Befristungen an allen befristeten Arbeitsverträgen stieg damit von 32 auf 48 Prozent im Jahr 2013. Besonders verbreitet ist die Befristung ohne Sachgrund laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Groß- und Einzelhandel und im verarbeitenden Gewerbe.

Quelle: n-tv.de

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