Wirtschaft

Ermutigende Industriedaten: China funkt Erholungssignale

Die chinesische Industrie kämpft sich langsam auf dem Tal. Allerdings deutet der HSBC-Einkaufsmanagerindex für Mai noch auf leichte Schrumpfung hin. Dennoch zeigen die Pfeile leicht nach oben.

Fertigung im VW-Werk in Foshan.
Fertigung im VW-Werk in Foshan.(Foto: picture alliance / dpa)

Ein wichtiger Indikator für den Zustand der chinesischen Industrie hat im Mai Zeichen der Stabilisierung gezeigt. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hat allerdings noch zu kämpfen, um Fahrt zu gewinnen. Laut Analysten zeigen die kürzlich von der Pekinger Regierung  vorgestellten Konjunkturmaßnahmen schon Wirkung.

Der von HSBC Holdings veröffentlichte Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg auf 49,7 Zähler von 48,1 Punkten im April. Das ist der stärkste Anstieg seit fünf Monaten. Der Index lag damit allerdings weiter unter der Schwelle von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird - der Index deutete damit in jedem Monat diesen Jahres auf eine Schrumpfung der Wirtschaft hin.

"Vorsichtige Anzeichen der Stabilisierung zeigen sich, teilweise als Folge der kürzlichen Mini-Konjunkturmaßnahmen und niedrigerer Kreditkosten", sagte HSBC-Volkswirt Qu Hongbin. "Wir glauben, dass eine weitere Lockerung der Politik nötig ist, um in den kommenden Monaten einen Boden zu bilden für ein Wiederanziehen des Wachstums."

Mehr Ausgaben für Infrastruktur

Im ersten Quartal hatte China beim Bruttoinlandsprodukt eine Verlangsamung des Wachstums auf 7,4 Prozent von 7,6 Prozent im Schlussquartal 2013 verzeichnet. Einige Ökonomen fragen sich deshalb, ob das Land sein Wachstumsziel von 7,5 Prozent im Gesamtjahr erreichen wird.

Im vergangenen Monat kündigte die Regierung an, bei einigen Infrastrukturausgaben - etwa für dringend benötigte Bahnstrecken - aufs Tempo zu drücken. Vor Kurzem versprach sie, mehr Geld für Steuernachlässe bereitzustellen.

Auch im Export sieht China Zeichen der Verbesserung. Lieferungen ins Ausland stiegen im April auf Jahresbasis moderat um 0,9 Prozent. Im März waren sie um 6,6 Prozent gesunken.

Quelle: n-tv.de

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