Wirtschaft

Industrie-Wachstum gedrosselt : China kämpft mit Problemen

Die schleppend verlaufende Erholung in den USA sowie die europäische Nachfrageschwäche wirken sich negativ auf die chinesische Industrieproduktion aus. Der PMI-Index sinkt im April im Vergleich zum Vormonat. Dennoch liegt er weiter über den Wachstum signalisierenden Wert von 50 Punkten.

Arbeiterinnen in einer Textilfabrik in Shenzhen.
Arbeiterinnen in einer Textilfabrik in Shenzhen.(Foto: picture alliance / dpa)

Die chinesische Industrie ist im April einer Umfrage zufolge langsamer gewachsen als noch im März. Der vorläufige Einkaufsmanagerindex der Großbank HSBC (PMI) sank auf 50,5 Punkte von 51,6 Punkten im Vormonat. Werte über 50 Punkte zeigen ein Wachstum des Sektors an.

Der vorläufige April-Stand lag indes über dem Niveau von Februar. Volkswirte sahen in den Daten einen Beleg dafür, dass die Erholung der chinesischen Wirtschaft intakt ist, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt aber noch mit Unwägbarkeiten zu kämpfen hat. Vor allem das Exportgeschäft blieb der Umfrage zufolge schwach. Grund ist die fragile Erholung in den USA sowie die Nachfrageschwäche aus Teilen der schuldengeplagten Eurozone.

"Die Exportaufträge sind nach einer Erholung im März wieder gesunken, was darauf hindeutet, dass die Nachfrage der chinesischen Exportpartner schwach bleibt", sagte HSBC-Volkswirt Qu Hongbin. Auch die Beschäftigung sei davon belastet worden.

Ziel sind 10 Prozent

Das Industrieministerium in Peking wies darauf hin, dass die chinesische Industrie in diese Jahr insgesamt etwas langsamer zulegen könnte. Diese Abbremsung habe aber auch Vorteile. Im März hatte die industrielle Wertschöpfung nur noch um 8,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen.

Im gesamten ersten Quartal hatte das Wachstum bei 9,5 Prozent gelegen. Für 2012 steuert das Ministerium eine 10 Prozent höhere Industrieproduktion an.

Quelle: n-tv.de

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