Wirtschaft
Arbeit in einer Brikettfabrik im chinesischen Quingdao.
Arbeit in einer Brikettfabrik im chinesischen Quingdao.(Foto: picture alliance / dpa)

Globale Kohleproduktion: China verbraucht allein die Hälfte

Die gute Nachricht zuerst: Die weltweite Nachfrage nach Kohle nimmt nimmt nicht zu. Die schlechte Nachricht: China, das die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hat, setzt nach wie vor stark auf diese umweltschädliche Energiequelle.

Die weltweite Nachfrage nach Kohle ist einem Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge erstmals seit zwei Jahrzehnten nicht weiter angestiegen. Allerdings hielten Indien und die Mitglieder der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean) weiter an der günstigen Energiequelle fest und erhöhten ihren Einsatz im vergangenen Jahr sogar noch, erklärte die IEA. Demnach stieg die Nachfrage 2014 in diesen Ländern um 112 Millionen Tonnen. In den OECD-Staaten ging sie um 47 Millionen Tonnen zurück.

In China, wo sich das Wachstum zuletzt verlangsamte, ging der Anteil von Kohle am Energiemix zurück, doch setzt die Volksrepublik nach wie vor stark auf die dreckige Energiequelle und verbraucht allein die Hälfte der globalen Kohleproduktion. Laut der IEA wird in China der Anteil von Kohle am Energiemix bis 2020 von 29 auf 27 Prozent zurückgehen.

Allerdings gehe dies kaum auf die Hinwendung zu sauberen Energien zurück. Vielmehr sei der Grund die geringere Nachfrage durch energieintensive Industriezweige wie Zement und Stahl.

Letzte britische Kohlemine schließt

Weltweit gewann Gas an Marktanteilen angesichts des Verfalls des Ölpreises, an den der Gaspreis gekoppelt ist. Auch in Großbritannien, das einst die Industrielle Revolution mit dem Einsatz von Kohle angeführt hatte, wurde diese zunehmend durch Gas verdrängt. Im Vereinigten Königreich endet zudem mit der Schließung der letzten Kohlemine in Yorkshire die Ära des Kohlebergbaus.

In Polen dagegen, wo 90 Prozent der Energie aus Kohle gewonnen wird, will die neue nationalkonservative Regierung von Ministerpräsidentin Beata Szydlo trotz der Folgen für das Klima daran festhalten.

Quelle: n-tv.de

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