Wirtschaft

Wenn der Drache mehrmals hustet: Chinas Wirtschaft ist in Abschwungphase

Während die Chinesen das "Mond-Neujahr" feiern, liefert die Wirtschaft Negativschlagzeilen. Neue Einkaufsmanagerdaten deuten laut Analysten auf eine Abkühlung der zweitgrößten Ökonomie der Welt hin. Der Grund liegt in den Exporten.

Nach dem verarbeitenden Gewerbe hat sich in China auch die Lage in den nicht produzierenden Wirtschaftsbereichen im Januar eingetrübt. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das nicht-verarbeitende Gewerbe ging auf 53,4 von 54,6 im Dezember zurück, teilte der Branchenverband mit, der die Daten zusammen mit der Statistikbehörde des Landes veröffentlicht. Damit sank der Wert zum dritten Mal in Folge und fiel auf den niedrigsten Stand seit Februar 2012. Maßgeblich für den Rückgang war vor allem die Schwäche im Immobiliensektor.

Am Samstag hatte der Einkaufsmanagerverband bereits den Rückgang des entsprechenden Index' für die Industrie auf 50,5 von 51,0 bekanntgegeben.

Signale für einen Abschwung

Der Subindex für die Dienstleistungsbranche sank auf 51,5 von 52,5, jene für den Bausektor auf 61,0 von 62,6. Ein Wert oberhalb von 50 deutet im Vergleich zum Vormonat auf ein Wachstum, unterhalb von 50 auf eine Abschwächung hin.

Nach Einschätzung der Societe Generale befindet sich die chinesische Wirtschaft damit wieder in einer Abschwungphase. Innerhalb des offiziellen Einkaufsmanagerindex habe sich die Auftragskomponente auf 50,9 von 52 zurückentwickelt. Verantwortlich dafür sei ein erneuter Rückgang der Exporte auf 49,3 von 49,8. Teilweise sei die Schwäche mit dem chinesischen Neujahrsfest zu erklären, allerdings werde es zunehmend klarer, dass die Wirtschaft sich bereits wieder abschwäche.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen