Montag, 29. März 2010
Nachfrage boomt: Chinesen stehen auf Gold
Chinas Bedarf an Gold wird einer Studie zufolge stark zunehmen. Bis zum Ende des Jahrzehnts werde sich die Nachfrage etwa verdoppeln, wie der World Gold Council in Peking mitteilte.
Die Volksrepublik sei bereits der zweitgrößte Goldkonsument nach Indien. Allerdings sei der Pro-Kopf-Verbrauch mit 0,26 Gramm im internationalen Vergleich noch sehr niedrig. Mit dem wachsenden Wohlstand werde sich dies ändern. Auch könnte die Notenbank stärker in Gold investieren. Erhöhe sie ihren Goldanteil an den Devisenreserven von derzeit 1,6 Prozent auf das 2002 erreichte Rekordniveau von 2,2 Prozent an, würde dies die Nachfrage um 400 Tonnen nach oben treiben.
Der chinesische Goldbedarf hatte sich in den vergangenen fünf Jahren um durchschnittlich 13 Prozent jährlich erhöht. Für Schmuck und Kapitalanlagen wurden 2009 rund 423 Tonnen gekauft, wovon 314 Tonnen aus heimischer Produktion stammten. Der Anteil Chinas am weltweiten Goldbedarf hat sich seit 2002 von fünf auf elf Prozent erhöht. Der 1987 von den führenden Goldproduzenten gegründete World Gold Council erwartet, dass Chinas Goldminen innerhalb der nächsten sechs Jahre ausgeschöpft sein werden.
rts
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