Wirtschaft
Daimer will attraktiv für potenzielle Investoren sein.
Daimer will attraktiv für potenzielle Investoren sein.(Foto: dapd)

Anteile bei Daimler: Chinesen steigen nicht ein

Daimler plant für die Zukunft und benötigt Investoren mit einem Engagement über einen längeren Zeitraum. Zeitungsberichten zufolge wird mit dem chinesischen Staatsfonds CIC verhandelt. Doch ein Dementi kommt kurz danach - von sogenannten informierten Personen.

Der chinesische Staatsfonds CIC verhandelt nach Aussage informierter Personen nicht über den Kauf einer Beteiligung an dem deutschen Automobilbauer Daimler. CIC spreche nicht über einen Anteilskauf, sagte eine mit der Situation vertraute Person, die damit einen anders lautenden Pressebericht zurückwies.

Die Zeitung "Financial Times" hatte unter Berufung auf die chinesische Zeitung "People's Daily" geschrieben, CIC wolle einen Anteil von vier bis zehn Prozent an Daimler kaufen. Dafür müssten die Chinesen nach aktuellen Aktienkursen 1,8 bis 4,5 Milliarden Euro bezahlen. Der Aktienkurs von Daimler war in Folge des Medienberichtes zunächst um rund zwei Prozent gestiegen.

Seitdem Ende 2011 erstmals Medien berichteten, Daimler habe eine Investmentbank mit der Ausarbeitung einer Transaktion beauftragt, wurde immer wieder darüber spekuliert, dass der Staatsfonds CIC ein potenzieller Investor sein könnte. Der Autobauer Daimler wünscht sich mehr langfristige Investoren im Aktionärskreis. Man wolle so attraktiv für potenzielle Investoren sein, "dass wir mehr langfristige Aktionäre für uns gewinnen. Dabei sind uns auch Investoren aus China willkommen", hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche in einem Interview mit der "Börsen-Zeitung" erst vergangene Woche gesagt.

Riesige Devisenreserven

Der CIC verwaltet rund 150 Milliarden US-Dollar in ausländischen Vermögenswerten, das Kapital stammt aus den chinesischen Devisenreserven. China besitzt mit 3,3 Billionen Dollar die weltweit größten Devisenreserven und hat bisher viel in US-Staatsanleihen und Eurobonds investiert.

Unter anderem wegen der Schuldenkrise sucht die Volksrepublik aber zunehmend nach anderen Investitionsmöglichkeiten und dazu gehören offenbar Auslandskonzerne. CIC investiert bei den Unternehmen in Minderheitsbeteiligungen und zerstreut so die Sorgen, dass eine Beteiligung politische Ziele verfolgen könnte.

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen