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Zum Wachstum bei Daimler trug auch das neue Modell der Luxuslimousine S-Klasse bei.
Zum Wachstum bei Daimler trug auch das neue Modell der Luxuslimousine S-Klasse bei.(Foto: picture alliance / dpa)

VW mit Einbruch in Russland : Daimler knackt Absatzrekord

Ob kleiner, ob größer: Quer durch die Modellpalette verzeichnet Daimler derzeit ein Absatzplus - und stellt im September einen neuen Verkaufsrekord auf. Nicht ganz so gut läuft es beim Konkurrenten VW - die Wolfsburger leiden unter dem schwachen Russland-Geschäft.

Dank neuer Modelle und kräftigen Wachstums in China hat Daimler im September so viele Autos verkauft wie nie zuvor in einem Monat. Der Absatz der Marke Mercedes-Benz sei im Vergleich zum Vorjahresmonat um knapp 14 Prozent auf 162.746 Fahrzeuge gestiegen, teilte das Unternehmen mit. Damit sei auch das dritte Quartal das bisher stärkste der Unternehmensgeschichte gewesen, erklärte Vertriebs-Chef Ola Källenius.

Zum Wachstum trugen demnach sowohl Kompaktwagen wie die A- und B-Klasse als auch das neue Modell der Luxuslimousine S-Klasse bei. Beim Stadtflitzer Smart brachen die Verkaufszahlen dagegen um 20 Prozent auf knapp 6800 Stück ein - Interessenten warten offenbar auf die beiden neuen Modelle des Smart, der im November als Zwei- und als Viersitzer auf den Markt kommt.

In China setzten die Stuttgarter im September ihre Aufholjagd mit einem Absatzplus von fast 24 Prozent fort. Dort kämpft Daimler um den Anschluss an die erfolgreicheren Konkurrenten Audi und BMW. In Europa wie in Nordamerika erreichte die Daimler-Pkw-Sparte binnen neun Monaten Zuwachsraten um acht Prozent. Im Heimatmarkt Deutschland stagnierte der Absatz unterdessen.

Volkswagen leidet unter Absatzeinbruch in Russland

Der Konkurrenz aus Wolfsburg hingegen macht der Absatzrückgang in Russland und Südamerika immer stärker zu schaffen. Weil die Zahl der verkauften Autos dort rasant schrumpft, schlug die Hauptmarke VW weltweit im September mit 534.800 Fahrzeugen kaum mehr als vor Jahresfrist los, wie der Volkswagen-Konzern mitteilte. Das magere Plus von 0,2 Prozent kam zustande, weil die Auslieferungen in Westeuropa und China kräftig wuchsen.

Seit Jahresbeginn lieferte VW rund um den Globus 4,56 Millionen Fahrzeuge aus, plus drei Prozent. In Russland übergab das Unternehmen von Januar bis September mit 93.800 Fahrzeugen 20 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In Gesamteuropa verkaufte Volkswagen Pkw von Januar bis September insgesamt 1,26 Millionen Fahrzeuge, nach 1,23 Millionen im Vorjahr. Auf die Region Westeuropa - ohne Deutschland - entfielen davon 648.300 Einheiten, das war ein Plus von 5,2 Prozent. In Deutschland legten die Auslieferungen um 4,8 Prozent auf 430.100 Fahrzeuge per September zu.

Quelle: n-tv.de

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