Wirtschaft

Der Winter kann kommenDeutsche Bahn ist guter Dinge

08.10.2012, 02:26 Uhr
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Winter-erschwert-Bahn-Fahrplan
Ice, Ice, baby: Soweit soll es in diesem Winter nicht kommen. (Foto: picture-alliance)

Enteisungsanlagen, Weichenheizungen, Heizlüfter und ein Schneeräumdienst: Mit erheblichen Investitionen macht sich die Deutsche Bahn fit für den Winter. Schnee und Eis sollen ihren Zügen nicht mehr so zu schaffen machen wie in den vergangenen Pannen-Jahren.

Nach der Pannenserie der vergangenen Winter sieht sich die Deutsche Bahn für die kommende kalte Jahreszeit gut gerüstet. "Nicht zuletzt haben wir auch sehr viel in eine bessere Prävention investiert", sagte Bahn-Chef Rüdiger Grube der "Frankfurter Rundschau". Nachdem der Konzern im Vorjahr fast einen dreistelligen Millionenbetrag für zusätzliche Wintermaßnahmen ausgegeben habe, werde nun noch einmal Geld im zweistelligen Millionenbereich ausgegeben - etwa für Enteisungsanlagen, Weichenheizungen, Heizlüfter und beim Schneeräumdienst.

Die Deutsche Bahn hatte vor allem im Winter 2009/2010 mit massiven Zugausfällen durch den Frost zu kämpfen. Im darauffolgenden Sommer war es zu Problemen durch nicht funktionierende Klimaanlagen gekommen. Dieses Jahr habe sich der Ausfall von Klimaanlagen in Grenzen gehalten, so Grube. "Im Sommer hatten wir nur an einem heißen Wochenende Probleme, überhaupt kein Vergleich also mit 2010". Die entsprechende Umrüstung der betroffenen Züge habe "sich ausgezahlt und wird sich weiter auszahlen."

Eine nachhaltige Verbesserung im Zugverkehr werde es aber erst dann geben, wenn die Bahn wieder über eine Reserveflotte verfüge. "Das wird Ende 2014 der Fall sein", sagte Grube weiter. Dafür müsse die Bahnindustrie aber pünktlich funktionstüchtige Züge liefern. Dies sei in der Vergangenheit ein Problem gewesen. Dies könne sich die Industrie nicht mehr leisten. "Die Konkurrenz schläft schließlich nicht, insbesondere die aus Asien."

Einen neuen Anlauf für einen Börsengang lehnt weiterhin Grube ab. "Ein Börsengang ist auf absehbare Zeit kein Thema." Dies sei nur ein Mittel zum Zweck. "Und zwar dann, wenn man Schulden abzahlen will und das nicht kann, oder wenn man wachsen will, aber nicht genügend Cashflow hat. Das trifft auf uns nicht zu."

Quelle: ntv.de, dpa