Wirtschaft

Schwacher Güterverkehr: Deutsche Bahn senkt Prognose

Die Deutsche Bahn muss im laufenden Jahr kleinere Brötchen backen. Die weltweite Konjunkturabschwächung sorgt für einen Rückgang des Aufkommens beim Güterverkehr. Als Reaktion darauf geht der Konzern einem Medienbericht zufolge mit seiner Gewinnzielsetzung für 2013 runter.

Deutlich weniger Güterzüge rollen in diesem Jahr durch das Land.
Deutlich weniger Güterzüge rollen in diesem Jahr durch das Land.(Foto: picture alliance / dpa)

Die Deutsche Bahn kämpft in ihrer Güterverkehrssparte einem Zeitungsbericht zufolge mit größeren Schwierigkeiten als bislang bekannt und muss deshalb ihre Gewinnprognose für dieses Jahr nach unten korrigieren. Die Bahn rechne allenfalls noch mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 2,6 Milliarden Euro, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Konzernkreise.

"Und selbst dafür werden wir hart kämpfen müssen", zitierte das Blatt einen Bahn-Manager. "Womöglich wird es weniger." Das ohnehin schwächelnde Geschäft im Güterverkehr habe sich in den ersten vier Monaten des Jahres noch schlechter entwickelt als erwartet.

Noch im März hatte der Konzern ein Ebit von rund 2,9 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Im vergangenen Jahr kam die Bahn bei einem Umsatz von 39,3 Milliarden Euro auf ein Ergebnis von 2,7 Milliarden Euro.

Stabiler Umsatz

Von einer ernsthaften Krise ist dem Bericht zufolge im Konzern aber nicht die Rede. Es handele sich lediglich um eine "Delle". Der Umsatz sei "absolut stabil", es gebe derzeit lediglich kein Wachstum, wurde aus den Kreisen zitiert.

Unter Berufung auf die Juni-Ausgabe der Bahn-Mitarbeiterzeitung hieß es, Konzernchef Rüdiger Grube verweise auf deutliche Effekte einer weltweiten Konjunkturabschwächung. Jährliche Zuwächse seien keine Selbstläufer. Finanzvorstand Richard Lutz sieht die Bahn dem Bericht zufolge vor großen Herausforderungen - extern und intern.

Quelle: n-tv.de

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