Montag, 23. August 2010
Dark Pool in Asien: Deutsche Bank handelt anonym
Im Dunkeln ist gut munkeln: Bei den Dark Pools geht es genau darum, anonym zu bleiben.
(Foto: REUTERS)
Die Deutsche Bank startet in Hongkong eine Geheim-Plattform für den Börsenhandel. Bei dem in der Branche als Dark Pool bezeichneten Handelssystem können Käufer und Verkäufer große Wertpapier-Pakete handeln, ohne ihre Identität offenzulegen. Das System soll künftig auch auf andere asiatische Länder ausgedehnt werden, wo große Nachfrage bestehe, teilte die Bank mit.
Dark Pools haben in den vergangenen Jahren eine immer größere Verbreitung gefunden. Die ersten solchen Plattformen waren Anfang der 90er Jahre in den USA entstanden. Derzeit arbeiten bereits mehrere der Plattformen weltweit an einer Vernetzung über Staatsgrenzen hinweg.
Befürworter verteidigen die Plattformen und argumentieren, dadurch könnten Gebühren gespart werden. Zudem würden große Preisausschläge verhindert, wie sie bei Massenbewegungen an den Börsen einsetzen. Kritiker bemängeln dagegen, die Dark Pools seien zu intransparent. Als eine Lehre aus der Finanzkrise wollen viele Staaten die weltweiten Finanzgeschäfte eigentlich transparenter machen.
rts
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