Wirtschaft
Der Anteil an Red Rock ist nicht der erste Ausflug der Deutschen Bank nach Las Vegas. Einige Jahre lang besaß sie das Kasino Cosmopolitan.
Der Anteil an Red Rock ist nicht der erste Ausflug der Deutschen Bank nach Las Vegas. Einige Jahre lang besaß sie das Kasino Cosmopolitan.(Foto: imago stock&people)

Kasino-Aktien für 440 Millionen Dollar: Deutsche Bank steigt aus Glücksspiel aus

Dass sie mit ihren Geschäften eine Art Glücksspiel betreiben, wird Bankern oft vorgeworfen. Die Deutsche Bank ist allerdings auch ganz direkt an Kasinos in den USA beteiligt. Nun bietet sich die Chance, Kasse zu machen.

Die Deutsche Bank will einem Bericht zufolge ihren Anteil am US-Kasinobetreiber Red Rock Ressorts verkaufen. Laut der "Financial Times" geht das aus einer Mitteilung des Glücksspielunternehmens mit Sitz in Las Vegas hervor. Wie die Zeitung weiter schreibt, soll Deutsche-Bank-Finanzchef Marcus Schenk in einer Telefonkonferenz angekündigt haben, dass das krisengeschüttelte Geldhaus einen Buchgewinn für das vierte Quartal aus dem Red-Rock-Anteil erwarte.

Die Deutsche Bank besitzt etwa 17 Prozent der Aktien von Red Rock. Der Anteil wäre damit laut Schlusskurs vom vergangenen Freitag etwa 440 Million Dollar wert. Die Deutsche Bank hatte als Gläubiger nach einer Pleite vor mehreren Jahren ihre Kredite an Red Rock in Unternehmensanteile umgewandelt und war damit Miteigentümer geworden.

Nun bietet sich für die Deutsche Bank, die unter anderem wegen drohender Milliardenstrafzahlungen in den USA frisches Kapital gut gebrauchen kann, die Chance, bei Red Rock Kasse zu machen. Der Kasinobetreibe war vor einem halben Jahr an die Börse gegangen. Vergangene Woche lief eine 6-Monatsfrist ab, nach der die Alteigentümer ihre Anteile verkaufen dürfen.

Seit dem Börsenstart im April haben die Aktien von Red Rock Ressorts der Deutschen Bank und den andere Eigentümern zwar einen satten Kursgewinn von 20 Prozent beschert. Allerdings befürchten Beobachter, dass auch andere Großaktionäre - darunter die Finanzinvestoren Oeaktree und Fidelity – ihre Anteile nach Ende der Haltefriste den Markt werfen. Dass könnte den Kurs drücken und die Hoffnung der Deutschen Bank auf einen Gewinn aus dem Geschäft zunichtemachen.  

Quelle: n-tv.de

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