Wirtschaft
Container im Hamburger Hafen.
Container im Hamburger Hafen.(Foto: REUTERS)

Eurozone erholt sich: Deutsche Industrie wächst weiter

Die deutsche Industrie macht auf dem Weg nach oben nur eine kleine Verschnaufpause. Die Geschäfte liefen im Februar zwar erneut besser als im Vormonat, die Aufholjagd verliert allerdings etwas an Schwung,

Die Industrie der Eurozone setzt im Februar ihren Erholungkurs fort. Sechs der sieben verfügbaren Länderindizes notieren in der Wachstumszone. Zwar sank der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den gesamten Währungsraum auf 53,2 Punkte, doch der wichtige Konjunkturindikator blieb damit den achten Monat in Folge über der kritischen Marke von 50 Zählern, wie der Datendienstleister Markit bei einer zweiten Veröffentlichung mitteilte.

Indexstände über 50 Zähler zeigen eine Expansion des Sektors an, Stände darunter eine Kontraktion. Im Januar hatte der Index bei 54,0 Punkte gelegen. Bei der ersten Veröffentlichung war ein Wert von 53,0 Zähler ausgewiesen worden, Volkswirte hatten eine Bestätigung dieses ersten Ausweises erwartet.

Die Niederlande arbeiteten sich wieder auf den ersten Platz der Tabelle vor und verzeichneten ebenso wie Irland und Spanien einen stärkeren Zuwachs als im Januar. Deutschland und Österreich hielten sich in der Spitzengruppe. Der Index sank in Deutschland von 56,5 auf 54,8 Punkte. Italien setzte seinen Erholungskurs fort, wenngleich der Index etwas abrutschte. Frankreich bildete das Schlusslicht, doch immerhin kletterte der Index auf 49,7 von 49,3 Zählern und damit dicht an die Wachstumsschwelle heran.

Der "Knick im Aufwärtstrend" sei zwar eine gewisse Enttäuschung, kommentierte Markit-Chefökonom Chris Williamson die Daten, doch es sollte nicht übersehen werden, dass die Region den "zweithöchsten Wert seit annähernd drei Jahren" verzeichnet habe. In Anbetracht der steigenden Auftragseingänge und -bestände stünden die Zeichen für weiteres Wachstum in den kommenden Monaten gut. Außerdem breite die Erholung sich immer weiter aus.

Die Ergebnisse basieren auf der Befragung von rund 3000 Industrieunternehmen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Österreich und Irland. Die Zahlen zu Griechenland sind erst am Dienstag verfügbar. Diese Länder repräsentieren etwa 90 Prozent der industriellen Geschäftstätigkeit in der Eurozone.

Quelle: n-tv.de

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