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Vor allem die Exporte trieben am Jahresende das Wachstum.
Vor allem die Exporte trieben am Jahresende das Wachstum.(Foto: picture alliance / dpa)

Wachstum legt zu: Deutsche Wirtschaft macht Tempo

Im Jahresendspurt beschleunigt sich die deutsche Wirtschaft noch einmal. Am Ende reicht es für 2013 aber trotzdem nur zu einem vergleichsweise mageren Plus. Doch in diesem Jahr soll es dann endlich wieder steil bergauf gehen.

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Die deutsche Wirtschaft hat Ende 2013 wegen besser laufender Exporte überraschend an Schwung gewonnen. Das Bruttoinlandsprodukt legte zwischen Oktober und Dezember um 0,4 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte. Ökonomen hatten damit gerechnet, dass Europas größte Volkswirtschaft wie schon im Vorquartal nur um 0,3 Prozent wächst. Für 2013 reichte es wegen des schwachen Jahresauftakts dennoch nur zu einem Plus von 0,4 Prozent nach 0,7 Prozent 2012. Ökonomen sagen aber ein Ende der mageren Zeiten voraus.

"Die deutsche Wirtschaft nimmt einen ernsthaften Anlauf zu einem kräftigen Aufschwung", sagte der Deutschland-Chefvolkswirt von UniCredit, Andreas Rees. Angesichts der Erholung der Euro-Zone würden sich die Exporte beschleunigen. "Auch dürften die Unternehmen mehr investieren, denn sie haben sich während der Euro-Krise zurückgehalten und entsprechenden Nachholbedarf", sagte Rees. "Jetzt trauen sie sich wieder etwas zu."

Exporte trieben das Wachstum an

Die Bundesregierung rechnet 2014 mit einem Plus von 1,8 Prozent, das sich 2015 auf 2,0 Prozent erhöhen soll. "Die deutsche Wirtschaft ist auf einen stabilen und breit angelegten Erholungskurs eingeschwenkt", sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, der in dieser Woche erstmals den Jahreswirtschaftsbericht der Regierung präsentierte.

Anders als zuletzt kamen die positiven Impulse zum Jahresende 2013 vor allem vom Außenhandel, da die Exporte von Waren und Dienstleistungen "sehr viel stärker" wuchsen als die Importe. "Aus dem Inland kamen dagegen gemischte Signale", erklärten die Statistiker. Die staatlichen Konsumausgaben stagnierten, die privaten schrumpften sogar leicht. "Die Menschen haben sich im Weihnachtsgeschäft stärker zurückgehalten als erwartet", sagte BayernLB-Ökonom Johannes Mayr. "Eigentlich stehen die Konsum-Ampeln auf grün: Gute Joblage, niedrige Zinsen und moderate Inflation. Aber das hat sich Ende 2013 noch nicht in den Zahlen niedergeschlagen." Dagegen wurde sowohl in Ausrüstungen wie Maschinen und Anlagen als auch in Bauten deutlich mehr investiert.

Auch Frankreich - die zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone und wichtigster deutscher Handelspartner - schlug sich am Jahresende etwas besser als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Oktober bis Dezember um 0,3 Prozent, nachdem es im dritten Quartal noch eine Stagnation gegeben hatte.

Quelle: n-tv.de

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