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Einzige Wachstumsstütze der Wirtschaft: Deutsche kaufen und kaufen

Die guten ökonomischen Kenndaten lassen die deutschen Verbraucher mutiger werden. Dementsprechend steigt der GfK-Konsumklimaindex für Juni. Weiterer Grund für den Konsumrausch sind auch die zuletzt nur langsam gestiegenen Verbraucherpreise.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die deutschen Verbraucher trotzen weiter der Krise im Euroraum und sind bester Stimmung. Der Optimismus steigt sogar weiterhin, wie der Konsumklimaindex des Marktforschungsunternehmens GfK zeigt. Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher legten demnach leicht zu. Zudem erwarteten sie steigende Einkommen und seien weiterhin zu größeren Anschaffungen bereit.

Der GfK-Konsumklimaindex für Mai betrug 6,2 Punkte nach 6,0 Zählern im März. Für Juni sagen die Marktforscher sogar einen Anstieg auf 6,5 Punkte voraus.

"Konjunktur- und Einkommenserwartung legen leicht zu, während die Anschaffungsneigung ihr insgesamt sehr hohes Niveau noch einmal bestätigt", fassten die Konsumforscher den Eindruck ihrer jüngsten Umfrage zusammen. Nach den leichten Verlusten im Vormonat stieg die Konjunkturerwartung um 1,3 Zähler und lag mit -0,2 Punkten in etwa auf seinem langjährigen Durchschnitt von null Punkten.

Die Einkommenserwartungen der Konsumenten erhöhten sich erneut und erreichten nach einem Anstieg um 3,1 auf 33,9 Punkte den höchsten Stand seit Juli 2012. Kaum verändert gegenüber dem Vormonat zeigte sich die Anschaffungsneigung. Der Indikator gewann 0,1 Punkt und lag bei 37,7 Punkten, dem höchsten Stand seit März 2012.

Sehr geringe Sparneigung

Die deutschen Konsumenten sind im ersten Quartal 2013 rechnerisch die einzige Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft gewesen, während traditionelle Wachstumstreiber wie Export und Investitionen enttäuschten. Der Grund für die gute Stimmung ist die anhaltend günstige Lage am Arbeitsmarkt.

Hinzu kommen laut GfK gute Tarifabschlüsse und die niedrige Inflation. Die IG Metall hatte für die Metall- und Elektrobranche in der vergangenen Woche ein Lohnplus von 5,6 Prozent ausgehandelt. Die Verbraucherpreise sind zuletzt so langsam gestiegen wie seit drei Jahren nicht mehr: 1,2 Prozent betrug die Inflationsrate in Deutschland im April. Angesichts niedriger Zinsen sank die Sparneigung der Deutschen im Mai laut GfK zudem auf einen historischen Tiefstand.

Quelle: n-tv.de

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