Wirtschaft

Berlin steht zur Garantie: Die Spareinlagen sind sicher

Das Vertrauen in den Selbsterhaltungstrieb der Europäischen Gemeinschaft und die gemeinsame Währung bröckelt. Deshalb richtet Bundeskanzlerin Merkel noch einmal das Wort an die deutschen Sparer und bekräftigt die Garantie der Regierung für die Spareinlagen. Für hochverschuldete Staaten würden derzeit nur Garantien gegeben. Kein Euro sei bislang verloren.

So viel steht fest: Bricht der Euro auseinander, verlassen Spanien, vielleicht auch Italien und sogar Frankreich die Währungsunion. Ihre Staatsanleihen verlieren an Wert. Und das trifft Millionen Sparer in Deutschland, die ihr Geld in Lebensversicherungen gesteckt haben.
So viel steht fest: Bricht der Euro auseinander, verlassen Spanien, vielleicht auch Italien und sogar Frankreich die Währungsunion. Ihre Staatsanleihen verlieren an Wert. Und das trifft Millionen Sparer in Deutschland, die ihr Geld in Lebensversicherungen gesteckt haben.(Foto: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts wachsender Verunsicherung über die Stabilität des Euro ihre Garantie an die Bürger bekräftigt, dass die Spareinlagen sicher seien. Die entsprechende Garantie, die sie und der damalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück vor zwei Jahren demonstrativ abgegeben hatten, sei weiter gültig, sagte Merkel der "Bild"-Zeitung. "Was Herr Steinbrück und ich vor gut zwei Jahren gesagt haben, gilt und hat sich ja auch bewahrheitet."

Auch für Griechenland und Irland würden derzeit nur Garantien gegeben und kein einziger Euro sei bislang verloren. "Alle Experten bestätigen, dass Griechenland und auch Irland die Schuldenlasten, also Zins und Tilgung, auf Dauer schultern können." Eurobonds dagegen erteilte sie erneut eine Absage. "Mit sogenannten Eurobonds würden die Schwächen in Europa nicht beseitigt, sondern nur auf alle gemeinsam umgelegt. Und verschuldete Staaten hätten keinen Druck mehr, ihre Haushalte in Ordnung zu bringen."

Mehr Harmonie statt Eurobonds

Zugleich plädierte Merkel wenige Stunden vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel für eine engere Koordination unter den EU-Staaten. "Wir brauchen mehr Harmonie in der Wirtschafts- und Finanzpolitik, eine Art Wirtschaftsregierung in Europa auf der Basis gemeinsamer Stabilitätsregeln."

Ihren Streit mit dem luxemburgischen Ministerpräsidenten Jean-Claude Juncker über Eurobonds erklärte sie für beendet. "Jean-Claude Juncker und ich haben ausführlich telefoniert und die Sache längst ausgeräumt. Wo es um so viel geht, spielen eben auch Emotionen mal eine Rolle." Juncker hatte der CDU-Politikerin "simples Denken" und uneuropäisches Verhalten vorgeworfen, weil sie seine Idee der Eurobonds ablehnt.

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Quelle: n-tv.de

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