Wirtschaft
Die "Star Wars"-Saga wird fortgesetzt - und erweitert.
Die "Star Wars"-Saga wird fortgesetzt - und erweitert.(Foto: dpa)

Drei neue Filme und noch viel mehr: Disney verzückt "Star Wars"-Fans

Nicht nur bei Kindern, auch bei Erwachsenen, Anlegern und Fans der "Krieg der Sterne"-Saga sorgt Disney für glückliche Gesichter: Beim US-Unterhaltungsriesen sprudeln dank TV-Sendern und Vergnügungsparks die Einnahmen. Zudem arbeitet das Videospielegeschäft erstmals operativ mit Gewinn. Das Filmgeschäft enttäuscht zwar, aber mit einem Coup soll sich das ändern.

Der Walt-Disney-Konzern hat im 1. Geschäftsquartal trotz höherer Erlöse weniger verdient. Das lag vor allem an niedrigeren Gewinnen im Filmgeschäft, da die Filme fürs heimische Wohnzimmer nicht so viel Profit abwarfen wie noch vor einem Jahr. Dafür war die Videospiele-Sparte erstmals profitabel und für Star-Wars-Fans hatte Konzernchef Robert Iger eine Überraschung im Gepäck.

Der Konzerngewinn von Walt Disney sank in dem am 29. Dezember abgelaufenen ersten Geschäftsquartal um 6 Prozent auf 1,4 Mrd. Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie betrug 0,79 Dollar und übertraf die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz legte um 5 Prozent auf 11,34 Mrd. Dollar zu.

Die Saga geht weiter

Das Geschäft mit Videospielen konnte erstmals, seit Disney diese Sparte separat ausweist, einen Gewinn verbuchen. Das ist früher als erwartet - der Konzern hatte für die Disney Interactive Media Group eigentlich erst für 2013 Gewinne angepeilt. Operativ verdiente der Konzern mit Videospielen 9 Mio. Dollar, nach einem Vorjahresverlust von 28 Mio. Dollar.

Im Filmgeschäft schickt sich Disney unterdessen an, das "Star Wars"-Franchise noch weiter auszuschlachten. Der Konzern, der im Oktober die "Krieg der Sterne"-Produktionsfirma Lucasfilm des Regisseurs George Lucas für mehr als 4 Mrd. Dollar übernommen hatte, will neben den drei geplanten Fortsetzungen der Weltraum-Saga weitere Filme produzieren, wie Vorstandschef Iger ankündigte. Diese Filme sollen auf einzelnen Charakteren aus dem "Star Wars"-Universum basieren. Weitere Details dazu wollte Iger nicht nennen.

Dem Filmgeschäft von Disney dürfte das guttun. Der operative Gewinn der Sparte brach im abgelaufenen Quartal um 43 Prozent auf 234 Mio. Dollar ein, während der Umsatz um 5 Prozent auf 1,55 Mrd. Dollar nachgab. In diesem Quartal steckte der Konzern zunächst einmal viel Geld in die Vermarktung des Historien-Streifens "Lincoln".

Auch die Verkäufe von Filmen auf DVD und Blu-ray schwächelten. Das Filmstudio litt unter dem im Vergleich zum Vorjahr schwachen Home-Entertainment-Geschäft. Beispielsweise erzielte der im vergangenen Quartal auf DVD veröffentlichte Pixar-Animationsfilm "Merida - Legende der Highlands" wesentlich weniger Lizenzumsatz als der ein Jahr vorher veröffentlichte Animationsfilm "Cars 2".

TV bleibt Spitze

Besser lief es für die profitabelste der Disney-Sparten, das Fernsehgeschäft. Der Bereich, unter den der Sportsender ESPN sowie ABC und Disney Channel fallen, steigerte den operativen Gewinn um 2 Prozent auf 1,2 Mrd. Dollar, bei einem Erlöswachstum von 7 Prozent auf 5,1 Mrd. Dollar.

Im Bereich Themenparks und Resorts stieg der Umsatz um 7 Prozent auf 3,4 Mrd. Dollar, das operative Ergebnis legte um 4 Prozent auf 577 Mio. Dollar zu. Die Sparte Verbrauchsgüter konnte Umsatz und Gewinn ebenfalls steigern. Anleger waren zufrieden mit dem Abschneiden von Disney. Der Konzern übertraf die Erwartungen. Die Aktie stieg nachbörslich um 3 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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