Wirtschaft
"Nicht akzeptable Arbeitslosenraten": EADS-Chef Enders verspricht Abhilfe.
"Nicht akzeptable Arbeitslosenraten": EADS-Chef Enders verspricht Abhilfe.(Foto: picture alliance / dpa)

"Kooperation und Wohlstand": EADS verspricht Arbeitsplätze

Pünktlich zum 50. Jahrestag des Elysée-Vertrags will sich Tom Enders revanchieren: Europa basiere "auf dem Versprechen von Kooperation und Wohlstand", betont der Konzernchef. Nun habe EADS "eine Chance, Europa mit Jobs, Wachstum und Sicherheit zu helfen."

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat nach Angaben seines Chefs Tom Enders Umsatz und Betriebsgewinn im vergangenen Jahr "deutlich verbessert". Alle vier Sparten hätten 2012 die Ziele des Unternehmens übertroffen, sagte Enders mit Blick auf vorläufige Eckdaten zum zurückliegenden Jahr. Der vollständige EADS-Geschäftsbericht für 2012 steht erst am 27. Februar zur Veröffentlichung an.

Bei der Vorlage der Zahlen für die ersten neun Monate des vergangenen Jahres hatte der Konzern bereits Anlegern in Aussicht gestellt, dass für das Gesamtjahr mit einem Anstieg der Erlöse um mehr als zehn Prozent zu rechnen sei. Als Zielmarke für den Betriebsgewinn (Ebit) nannte EADS damals eine Summe von rund 2,7 Mrd. Euro. Im Jahr zuvor der Konzern hier einen Betriebsgewinn von rund 1,8 Mrd. Euro verzeichnet.

Neben der Präsentation vorläufiger Zahlen kündigte EADS-Chef Enders eine Offensive zur Qualifizierung junger Menschen an. "Europa wurde gebaut auf dem Versprechen von Kooperation und Wohlstand", sagte der Vorstandsvorsitzende des Luft- und Raumfahrtunternehmens. Das habe dem Konzern sehr genutzt. "Nun hat EADS eine Chance, Europa mit Jobs, Wachstum und Sicherheit zu helfen."

Hilfe für bedrängte Regierungen

Junge Leute seien notwendig für ökonomischen Wandel und ein stärkeres Europa. In der Realität gebe es derzeit "nicht akzeptable Arbeitslosenraten". EADS entwickele nun Strategien, was der Konzern tun könne. Dazu werde EADS Gespräche mit Regierungen und EU führen.

Für aufmerksame Beobachter kommen die Ankündigungen des EADS-Chefs nicht aus heiterem Himmel: Erst vor wenigen Monaten war Enders mit seinem Vorhaben an vehementen politischen Widerständen gescheitert, den europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern mit dem britischen Rüstungsriesen BAE Systems zu verschmelzen.

Zuvor bereits hatte Enders stets darauf gedrängt, den politischen Einfluss - vor allem aus Paris und Berlin - auf EADS zu verringern. Mit seinen ungewöhnlichen Job-Angeboten dürfte der EADS-Chef vor allem im krisengeplagten Frankreich auf offene Ohren stoßen.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen