Wirtschaft
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Gewinn wächst: EZB überweist Bundesbank Viertelmilliarde

Mit den Staatspapieren, die die EZB auf dem Höhepunkt der Eurokrise kauft, verdient die Notenbank noch immer gutes Geld. Und auch das jüngste Anleihenkaufprogramm wirft Millionen ab. Von den Überschüssen profitieren die nationalen Zentralbanken.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im vergangenen Jahr mehr verdient. Insgesamt blieben unter dem Strich 1,08 Milliarden Euro, wie die Notenbank mitteilte. Im Jahr zuvor waren es 989 Millionen Euro. Während die Nettozinseinnahmen aus dem bereits beendeten Securities Markets Programme (SMP) binnen Jahresfrist von 728 Millionen auf 609 Millionen Euro zurückgingen, nahmen die aus dem aktuellen Ankaufprogramm (QE) auf 161 Millionen Euro zu.

Von den SMP-Einnahmen entfielen 224 Millionen Euro auf griechische Anleihen. Einen Gewinn von 120 Millionen Euro erzielte die Zentralbank mit den ersten beiden Programmen zum Ankauf von Covered Bonds. Zudem konnte die EZB erstmals Gebühren für ihre Tätigkeit als Bankenaufseherin für ein volles Jahr erheben, wodurch diese Einnahmen auf 277 Millionen Euro stiegen. Die Personalausgaben erhöhten sich gleichzeitig auf 441 Millionen Euro. Einen Beitrag zur Gewinnsteigerung leistete der Verkauf der auf eigene Rechnung gehaltenen Wertpapiere. Zudem erzielte die EZB auch Gewinne auf ihre Devisenreserven. Die Einnahmen aus der Banknotenausgabe lagen bei 42 Millionen Euro.

Von ihrem Überschuss hat die EZB am 29. Januar 812 Millionen Euro an die nationalen Zentralbanken des Euroraums überwiesen. Weitere 270 Millionen sollen diese am 19. Februar erhalten. Die Bundesbank bekommt von den Ausschüttungen entsprechend des Kapitalschlüssels der EZB mehr als ein Viertel.

Die Bilanzsumme der EZB stieg 2015 um 72 Milliarden auf 257 Milliarden Euro. Grund sind Wertpapierankäufe, die höhere Bewertung der Devisenreserven und ein höherer Banknotenumlauf. Die Bilanzsumme des gesamten Eurosystems wuchs auf 2,781 Billionen Euro.

Quelle: n-tv.de

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