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Paypal ist ein guter Freund: Ebay übertrifft Erwartungen

Es läuft gut für Ebay, vor allem dank des Bezahldienstes Paypal. Ein Hackerangriff hinterlässt jedoch auch in der Bilanz Spuren.

Das Internetkaufhaus Ebay hat im zweiten Quartal den Umsatz und die Nutzerzahl gesteigert. Der kalifornische Internet-Gigant hat zudem die Gewinnerwartungen leicht übertroffen, getrieben durch die Einnahmen über die Bezahl-Tochter Paypal.

Allerdings enttäuschte der Konzern mit einem recht vorsichtigen Ausblick, was die Aktie im nachbörslichen Geschäft zunächst nach unten drückte. Später legte das Papier dann 1,2 Prozent zu.

Ebay erwartet im laufenden Quartal einen Umsatz zwischen 4,3 Milliarden und 4,4 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 65 und 67 Cent. Analysten hatten mit 4,42 Milliarden Dollar bzw 70 Cent gerechnet.

Zugleich hat das Unternehmen das obere Ende seiner Umsatzprognose für das Gesamtjahr um 200 Millionen Dollar erhöht und nennt nun eine Spanne zwischen 18 Milliarden und 18,3 Milliarden Dollar. Die Ergebnisprognose wurde bestätigt.

Für das bis zum 30. Juni reichende Quartal hat Ebay ein Nettoergebnis von 676 (Vorjahr: 640) Millionen Dollar erzielt. Auf bereinigter Basis belief sich das Ergebnis auf 69 Cent je Aktie, während Analysten nur mit 68 Cent je Anteilsschein gerechnet hatten. Ebay selbst hatte als Ziel zwischen 67 und 69 Cent genannt.

Der Umsatz stieg um 13 Prozent auf 4,37 (3,88) Milliarden Dollar und bewegte sich damit in der von den Kaliforniern anvisierten Spanne von 4,33 bis 4,43 Milliarden Dollar.

Turbulente Zeiten

Es war ein ereignisreiches Quartal für den Konzern. Ebay musste im Mai einräumen, dass es Opfer einer Hacker-Attacke geworden ist. Weil die Angreifer in die Kundendatenbank eingedrungen waren, forderte das Unternehmen seine Nutzer zur Passwortänderung auf. Die Sicherheitsprobleme haben einige Nutzer verschreckt, sind sich Analysten sicher. Zudem soll die Lücke dem Unternehmen schon zwei Monate vor dem Geständnis bekannt gewesen sein.

Außerdem hat sich Ebay mit seinem Großinvestor Carl Icahn verständigt, seinen Vorschlag einer Abspaltung der Bezahlsparte Paypal ad acta zu legen. Ebay sucht einen neuen Chef für diesen Bereich, nachdem David Marcus zu Facebook gewechselt ist.

Quelle: n-tv.de

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