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Käufer meiden Kleidung: Einzelhandel erlebt Umsatz-Schock

Überraschend stark gehen im September die Umsätze der Geschäfte in Deutschland zurück. Im Vergleich zum Vormonat brechen die Verkäufe so stark ein wie seit Jahren nicht. Besonders der Umsatz mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren schrumpft.

Der Umsatz im deutschen Einzelhandel ist im September so stark eingebrochen wie seit über sieben Jahren nicht mehr. Er fiel um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Preisbereinigt fiel das Minus mit 3,2 Prozent sogar noch etwas größer aus. Ökonomen hatten hier lediglich einen Rückgang von 0,8 Prozent erwartet. Noch im August waren die Verkäufe um 1,5 Prozent gestiegen. Der Einzelhandel macht rund 25 Prozent des privaten Konsums in Deutschland aus.

Besser sieht das Ergebnis im Vergleich zum September 2013 aus. Hier zogen die Umsätze preisbereinigt um 2,3 Prozent an. Allerdings zählte der September diesmal einen Verkaufstag mehr. Besonders gut liefen die Geschäfte in Apotheken und mit pharmazeutischen, kosmetischen und medizinischen Produkten, die um 8,2 Prozent wuchsen. Supermärkte und Warenhäuser kamen auf ein Plus von 5,4 Prozent. Der Umsatz mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren brach dagegen um 5,7 Prozent zum Vorjahresmonat ein.

Von Januar bis September nahm der deutsche Einzelhandel 1,8 Prozent mehr ein als im Vorjahreszeitraum. Der Branchenverband HDE erwartet im Gesamtjahr ein Plus von rund 1,5 Prozent. Für Rückenwind sorgen die gute Lage am Arbeitsmarkt, niedrige Zinsen, steigende Löhne und die geringe Inflation. Allerdings hatte sich das Konsumklima im September und Oktober jeweils leicht eingetrübt, da internationalen Krisen wie die in der Ukraine die Verbraucher zunehmend verunsichern. Für November zeigt das von den GfK-Marktforschern ermittelte Barometer aber wieder nach oben.

Quelle: n-tv.de

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