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"Wir werden die Stellenzahl spürbar reduzieren müssen": Frank Mastiaux (Archivbild).
"Wir werden die Stellenzahl spürbar reduzieren müssen": Frank Mastiaux (Archivbild).(Foto: picture alliance / dpa)

"Stellenzahl spürbar reduzieren": EnBW-Chef verteidigt Einschnitte

Die tiefrote Halbjahresbilanz zwingt Deutschlands drittgrößten Energiekonzern zum Handeln. In den Reihen der Mitarbeiter lösen die angekündigten Sparpläne Unruhe aus - und das nicht nur in der EnBW-Zentrale in Karlsruhe.

Der Chef des Energieversorgers EnBW, Frank Mastiaux, hat die geplanten Einschnitte verteidigt. "In Bereichen, die wirtschaftlich deutlich unter Druck stehen, und dort, wo wir unsere Abläufe optimieren, werden wir die Stellenzahl spürbar reduzieren müssen", sagte er den "Stuttgarter Nachrichten".

Wie viele der rund 20.000 Beschäftigten der Konzern mit Sitz in Karlsruhe mittelfristig haben werde, sagte Mastiaux nicht. Da man sich kontinuierlich die Frage stellen werde, wie Aufgaben kostengünstiger, schneller und effektiver erledigt werden können, seien Folgen für die Beschäftigung "unvermeidbar", sagte Mastiaux dem Blatt.

Der EnBW-Chef kündigte aber an, dass der Konzern an anderer Stelle "Wachstumsbereiche aufbauen und hier auch neue Stellen schaffen" werde. Deutschlands drittgrößter Versorger hatte im ersten Halbjahr deutliche Verluste erlitten - unterm Strich 735,1 Millionen Euro.

Im ersten Halbjahr 2013 war noch ein Gewinn von 190,5 Millionen Euro erzielt worden. Der Umsatz sank von Januar bis Juni 2014 leicht um 1,6 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro. Als Grund für den hohen Fehlbetrag waren Anfang August Wertberichtigungen auf Kraftwerke im Umfang von etwa 1,2 Milliarden Euro genannt worden. EnBW will bis 2020 vor allem die Produktion mit erneuerbaren Energien ausbauen. Zudem steht die Entwicklung neuer Geschäftsfelder auf der Agenda.

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Quelle: n-tv.de

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