Wirtschaft
Vor allem in Südeuropa legt die Zahl der Pkw-Neuzulassungen zu.
Vor allem in Südeuropa legt die Zahl der Pkw-Neuzulassungen zu.(Foto: REUTERS)

Kräftiges Wachstum in Südeuropa: Erholung am Pkw-Markt wird schwächer

Zum zehnten Mal in Folge rollen in einem Monat mehr neue Autos auf die Straßen als im Vorjahr. Allerdings verliert die Erholung an Schwung. Vor allem Deutschland schwächelt. Zudem kann Branchenprimus VW nur gedämpft vom Anstieg profitieren.

Der Aufwärtstrend bei den Pkw-Neuzulassungen in Europa hält an. Den zehnten Monat in Folge vermeldet der Branchenverband ACEA steigende Zahlen. Demnach legten die Zulassungen im Juni in der EU sowie Island, Norwegen und der Schweiz um 4,3 Prozent zu. Gut 1,2 Millionen Neufahrzeuge kamen damit auf die Straßen. Allerdings war der Anstieg damit etwas geringer als im Schnitt der Vormonate. Im gesamten ersten Halbjahr stieg die Zahl der Neuzulassungen um 6,2 Prozent.

Der größte Markt Deutschland war zugleich der einzige unter den großen Autoregionen, der schrumpfte. Hier gingen die Neuzulassungen um 1,9 Prozent zurück. In Großbritannien rollten dagegen 6,2 Prozent mehr Pkw auf die Straßen als ein Jahr zuvor. In Frankreich als drittgrößtem Markt lag das Plus noch bei 2,5 Prozent. Viele der einstigen Krisenländer in Ost- und Südeuropa schafften zweistellige Zuwachsraten.

Deutsche Hersteller stottern

Von den einzelnen Herstellern schlugen sich die deutschen nur durchschnittlich. Marktführer Volkswagen reichte mit konzernweit plus 2,5 Prozent nicht an das Marktwachstum heran. Die Kernmarke VW bröckelte sogar um 2,8 Prozent. BMW schaffte ein Plus von 4,5 Prozent, während Daimler wegen der Rückgänge beim Smart 0,7 Prozent weniger Fahrzeuge aus den Werkstoren rollen ließ.

Vor allem Renault machte mit einem Zulassungsplus von 23,5 Prozent einen Sprung nach oben. Der GM-Konzern verzeichnete zwar Rückgänge, die Marken Opel und Vauxhall schafften aber einen Anstieg um 11,7 Prozent.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen