Wirtschaft
Air Berlin geht seit längerer Zeit schlecht.
Air Berlin geht seit längerer Zeit schlecht.(Foto: picture alliance / dpa)

Weitere Geldspritze ungewiss: Etihad steht noch zu Air Berlin

Air Berlin setzt derzeit mit viel Mühe einen Sanierungsplan um. Gerüchte, dass die arabische Fluggesellschaft Etihad die Geduld mit dem angeschlagenen Konzern verlieren könnte, sorgen für Unruhe. Etihad sieht sich zu einem Dementi gezwungen. Wenn die Richtung stimme, bleibe man an Bord.

Die arabische Fluggesellschaft Etihad Airways engagiert sich bei Air Berlin, solange die hochverschuldete Fluggesellschaft bei ihrem Sanierungsplan Fortschritte erzielt. Chief Commercial Officer Peter Baumgartner sagte, man habe ein Interesse an einer langfristigen Zusammenarbeit der beiden Gesellschaften und habe Vertrauen in den Sanierungsplan der Berliner. Ob die Airline aus dem Emirat Abu Dhabi Air Berlin allerdings mit neuen Finanzspritzen über die Runden hilft, ließ Etihad offen.

"Als wir bei Air Berlin eingestiegen sind, war uns klar, dass das Management mit dem Sparprogramm und dem geplanten Turnaround eine große und schwierige Aufgabe hat", sagte Baumgartner weiter. Dass das Erreichen der Gewinnschwelle möglicherweise mehr Zeit in Anspruch nimmt als die Berliner zunächst prognostiziert haben, veranlasst Etihad aber offenbar nicht zum schnellen Eingreifen.

"Wenn die Richtung stimmt und die Meilensteine mit bestimmten Toleranzgrenzen erreicht werden, werden wir nicht nervös oder brechen in Panik aus", sagte das Etihad-Vorstandsmitglied. Welche Meilensteine für Etihad wichtig seien, führte Baumgartner nicht weiter aus. Der Trend bei Air Berlin gehe in die richtige Richtung.

Seit Jahren in den roten Zahlen

Am Markt wird seit geraumer Zeit spekuliert, dass Etihad die Geduld mit Air Berlin verlieren könnte. Die Araber halten knapp 30 Prozent an Deutschlands zweitgrößter Airline und sichern bislang mit diversen Geldgaben das Überleben. Das SDax-Unternehmen erreichte zwar im zweiten Quartal operative Verbesserungen, räumte aber auch ein, dass es schwerer werde, im laufenden Jahr einen operativen Gewinn zu erreichen. Gleichwohl sehen auch Analysten die Airline mit dem Sparkonzept auf dem richtigen Weg.

Air Berlin geht es seit Jahren schlecht. Die Fluggesellschaft leidet unter den Fehlern ihres ehemaligen Vorstands, der für ehrgeizige Wachstumsziele viel Geld ausgab. Die Einnahmen verbesserten sich aber nicht wie geplant und brachten Air Berlin in große finanzielle Bedrängnis. Mit einem harten Sparkurs will die Lufthansa-Wettbewerberin wieder gesunden.

Quelle: n-tv.de

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